Die Hoffnung auf eine Nachnutzung des LKH Bad Aussee lebt. Hinter den Kulissen wird seit Monaten an einem Konzept mit einem privaten Betreiber gearbeitet. Am Montag findet ein weiteres hochrangiges Gespräch statt.
Neue Wendung im schwelenden Konflikt um das LKH Bad Aussee: Wie das Forum Pro LKH mitteilte, habe ein dreiköpfiges Team aus dem Ausseerland – darunter Altaussees Bürgermeister Gerald Loitzl (ÖVP) – in den vergangenen Monaten intensiv an einer medizinischen Nachnutzung der ehemaligen OP-Räumlichkeiten gearbeitet. Gemeinsam mit mehreren interessierten Chirurgen sei ein österreichweit tätiger Betreiber privater Gesundheitseinrichtungen gefunden worden.
Kritik an Landesrat Kornhäusl
Nach Angaben des Forums zog sich das Unternehmen nun jedoch zurück. Als Grund werden fehlende sanitätsrechtliche Voraussetzungen für den Betrieb eines Belegspitals genannt. Eine neuerliche Genehmigung würde laut Forum bis zu zwei Jahre dauern. Besonders kritisch sieht das Forum, dass das Projekt laufend mit dem Büro von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl abgestimmt gewesen sei und man stets politische Unterstützung zugesichert bekommen habe.
„Unterstützung nach wie vor aufrecht“
Diese Darstellung weist das Gesundheitsressort zurück. „Seitens des Landesrats wurde jegliche Unterstützung zugesagt, die im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt – sollte ein Interessent gefunden werden. Diese Unterstützung ist nach wie vor aufrecht“, heißt es aus dem Kornhäusl-Büro. Dem Land liege allerdings „bis dato keine Information zu einem konkreten Projekt und auch kein Antrag vor“, weshalb eine Prüfung der notwendigen Schritte noch gar nicht möglich gewesen sei.
Auch die Einschätzung, wonach eine sanitätsbehördliche Genehmigung bis zu zwei Jahre dauern würde, sei „für das Land Steiermark nicht nachvollziehbar“. Nach Bekanntwerden der jüngsten Entwicklungen hat Kornhäusl Kontakt mit Bürgermeister Loitzl sowie dem potenziellen Betreiber aufgenommen, bereits am Montag wird eine gemeinsame Videokonferenz stattfinden.
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