Wann wird die Chirurgie im LKH Bad Aussee nun geschlossen? Laut Gerüchten in der Region schon am 1. April – darauf will sich Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl aber nicht festlegen. Nur so viel: Es wird im ersten Halbjahr so weit sein.
Nachdem in der Vorwoche abermals die Wogen im Ausseerland hochgegangen sind, fühlte die KPÖ am Dienstag Landesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) auf den Zahn. Wie berichtet, sollen im Zuge des neuen steirischen Spitalplans Chirurgie (16 Betten) und interne Abteilung (20 Betten) in Bad Aussee geschlossen werden – zum Entsetzen der Region, die Widerstand leistet.
Jetzt heißt es, bereits am 1. April könnte die Chirurgie Geschichte sein. Das bestätigte Kornhäusl im Landtag nicht. „Ziel ist das erste Halbjahr 2026.“ Das beinhalte auch den 1. April, „ich schließe nichts aus“. Klar sei, dass begleitende Maßnahmen notwendig sind, insbesondere der angestrebte Kooperationsvertrag mit dem Klinikum Bad Ischl (Oberösterreich).
Ärger über Aussage des Betriebsrats
Verärgert zeigt sich Kornhäusl über eine Aussage von Betriebsrat Gerhard Wechtitisch in der „Krone“. Dieser meinte, Kornhäusl habe ihm noch vor wenigen Monaten persönlich zugesagt, dass dem Standort noch Zeit bis 2030 bleibe. „Eine Zusicherung, dass noch bis 2030 alles so bleibt, wie es jetzt ist, hat es nicht gegeben“, betonte der Landesrat. Er habe den Betriebsrat bereits in einem Brief um Richtigstellung gebeten.
Kritik kommt vom KPÖ-Abgeordneten Alexander Melinz: „Es kann nicht sein, dass über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden wird. Die Landesregierung muss die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Wer die Chirurgie in Bad Aussee zusperrt, nimmt bewusst in Kauf, dass eine ganze Region seine wohnortnahe, medizinische Versorgung verliert.“
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