Der Vorfall ereignete sich bereits im November des vergangenen Jahres: Was auf den ersten Blick nur nach einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht aussah, entpuppte sich am Ende als eine heiße Geschichte, in der es um illegale Drogengeschäfte und um einen Mordversuch ging.
Die Ermittlungen der Polizei, die nach dem Drängler-Unfall auf der L50 in Göfis ihren Lauf nahmen, dauerten eine ganze Weile an. Am Ende wurden zwei Tatverdächtige ausgeforscht und festgenommen. Der Grund: Es handelte sich nicht um einen „normalen“ Raserunfall, sondern um eine Auseinandersetzung zwischen den jeweiligen Insassen der Fahrzeuge. In Streit geraten war man offenbar wegen eines Drogengeschäfts, das auf einem Parkplatz in Rankweil nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufen war. Auf der anschließenden Fahrt Richtung Göfis gab der Lenker des nachfolgenden Fahrzeugs mit einer Pistole mehrere Schüsse auf den Wagen vor ihm ab. Bei dem Vorfall wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Hausdurchsuchungen in Hohenems und Bludenz
Am 8. Juli schließlich führte die Exekutive aufgrund einer gerichtlichen Anordnung insgesamt vier Hausdurchsuchungen in Hohenems und Bludenz durch. Die Einsatzkräfte fanden dabei mehrere Schusswaffen sowie größere Mengen Suchtgift und Bargeld. Für zwei Beschuldigte klickten die Handschellen.
War es versuchter Mord?
Der 32-jährige Hauptbeschuldigte zeigte sich bei der Vernehmung hinsichtlich der Schussabgabe geständig. Er wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Feldkirch gebracht und sitzt dort wegen Mordversuchs in U-Haft. Der 38-jährige Zweitbeschuldigte wird nach dem Suchtmittelgesetz auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Vorarlberg dauern noch an.
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