Stadttunnel Feldkirch

Neuer Bauplan erspart Kosten und Zeit

Vorarlberg
16.07.2026 15:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Bei der Umsetzung des umstrittenen Feldkircher Stadttunnels will das Land die Bauabläufe ändern. Die Optimierung soll nicht nur Zeit, sondern auch Kosten sparen. Die Pläne müssen nun im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung geändert werden.  

Beim Jahrhundertprojekt Stadttunnel Feldkirch läuft aus Sicht des Landes alles nach Plan: Seit dem Tunnelanschlag im vergangenen März wird im Haupttunnel fleißig gegraben, und auch die Arbeiten am Fluchtstollen haben begonnen. In der zuständigen Abteilung des Landes hat man nun aber eine Änderung des Bauplans angedacht, die den Anrainern zugutekommen soll.

Neue Pläne für Tostner Tunnelast
Ursprünglich sollte der Tunnel in zwei Abschnitten gebaut und schrittweise eröffnet werden. Nun soll es stattdessen eine Komplett-Eröffnung im Jahr 2030 geben. Davor soll der gesamte Tunnel von einer einzigen Seite aus (Felsenau) errichtet werden. Der Plan, einen Tunnelast von Tosters aus zu bohren, soll über Bord geworfen werden.

Weniger Schwerverkehr durch Feldkirch
Für die Anrainer bedeutet dies, dass der gesamte Schutt unterirdisch abtransportiert wird. Den Feldkirchnern bleibt dadurch jede Menge Schwerverkehr über den Kapfweg, durch den Ardetzenbergtunnel und über die viel befahrene Bärenkreuzung erspart. Um die Umwelt zu schonen, sollen zudem umweltfreundliche Elektro-Lkw auf der Baustelle zum Einsatz kommen. Nebenbei spart dieser neue Ablauf auch noch einiges an Bau- und Logistikkosten.

UVP-Verfahren notwendig
Weil diese Änderung des Bauplans rechtlich ins Gewicht fällt, muss diese im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) offiziell genehmigt werden. Die entsprechenden Unterlagen wurden nachgebessert und liegen nun sechs Wochen lang digital in den betroffenen Gemeinden zur Einsicht auf. In dieser Zeit haben Bürger die Möglichkeit, sich zum neuen Ablauf zu äußern. Die laufenden Arbeiten im Tunnel gehen währenddessen wie gewohnt weiter – der aktuelle Vortrieb in der Felsenau soll bis Herbst 2026 abgeschlossen sein.

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