Koalitionsknatsch in der Steiermark rund um das Thema Windkraft: Ein „erstaunter“ schwarzer Landesrat muss jetzt den blauen Konter einstecken.
Willibald Ehrenhöfer übernimmt immer mehr die Rolle des Provokateurs in der sonst so betont harmonischen Koalition aus FPÖ und ÖVP. Zuerst stößt er in seiner Funktion als Finanzlandesrat dem blauen Partner mit drei Experten, die er im Alleingang zur Rettung des Landesbudgets an Bord holte, vor den Kopf – und nun legte er nach. Am Dienstag zeigte er sich als Wirtschaftsreferent via Aussendung „erstaunt“ darüber, dass FPÖ-Landesrat Stefan Hermann es nicht für nötig erachtet, Beschleunigungsgebiete für Windkraft auszuweisen.
Gestern folgte der Konter. So zeigte sich der blaue Klubobmann Marco Triller seinerseite „verwundert“ über Ehrenhöfers Aussagen. „Das öffentliche Ausrichten von Botschaften an Regierungskollegen ist jedenfalls kein Kommunikationsstil, den wir als Freiheitliche pflegen“, schüttelt er den Kopf. Für den im Regierungsprogramm festgehaltenen Windkraftausbau bis 2030 seien jedenfalls keine Beschleunigungsgebiete notwendig. „Diese Auffassung dürfte im Übrigen auch die Landeshauptmann-Stellvertreterin teilen, nachdem der Verordnungsentwurf mit ihrem Büro im Vorfeld abgestimmt wurde“, stichelt er in Richtung Ehrenhöfer.
Süßholz für den Landesrat
„Die Stärke des steirischen Wirtschaftsstandorts wird sich jedenfalls nicht an der Anzahl der Windräder messen, sondern an tragfähigen Konzepten, die unserem Bundesland tatsächlich weiterhelfen und den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken“, raspelt er weiter Süßholz in Richtung des für die Wirtschaft verantwortlichen Landesrat.
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