Dem Alltag entfliehen

Wo Adler die Stille der Schöpfung bewachen

Niederösterreich
12.07.2026 14:00

Dort, wo uralte Tannen Geschichten flüstern, bietet Friedrich Hardegg wildromantischen Waldurlaub in jahrhundertealten Hütten

Der schrille Ruf eines Steinadlers zerreißt hier in Schwarzenbach im tiefen Herzen des Pielachtals für einen kurzen Moment die vollkommene Stille. Ansonsten ist nur das leise Rauschen uralter Baumriesen zu hören. Der Duft von Harz, feuchtem Moos und Wald liegt in der Luft, glasklare Bäche glitzern zwischen mächtigen Felsen. Wer hier steht, könnte glauben, irgendwo in den endlosen Wäldern Alaskas gelandet zu sein. Doch diese Wildnis liegt mitten im Mostviertel.

Schlichter Luxus mitten in der Natur – in liebevoll restaurierten Jagdhäusern.
Schlichter Luxus mitten in der Natur – in liebevoll restaurierten Jagdhäusern.(Bild: Imre Antal)
Friedrich Hardegg ist mit seinem einzigartigen Angebot eines Waldurlaubs am Fuße des mächtigen ...
Friedrich Hardegg ist mit seinem einzigartigen Angebot eines Waldurlaubs am Fuße des mächtigen Ötschers Visionär und Schöpfungsbewahrer zugleich.(Bild: Imre Antal)

Angrenzend an den Naturpark Ötscher-Tormäuer erstreckt sich das Isbary Bioland Naturresort. Auf 2500 Hektar ist hier Österreichs größtes privates Öko-Resort entstanden – eine Landschaft, in der die Natur seit Generationen den Ton angibt und der Mensch nur Gast ist. Über holprige Forstwege, die scheinbar im Nichts enden, entführt Friedrich Hardegg seine Besucher immer tiefer in eine Welt aus uralten Buchen, mächtigen Tannen, stillen Lichtungen und Almen. „Wer hier ankommt, soll die Wildnis nicht nur sehen, sondern sie mit allen Sinnen erleben“, sagt er.

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Meine Ahnen haben diese Landschaft nie beherrschen wollen. Sie haben mit ihr gelebt. Genau dieses Gefühl möchten wir weitergeben.

Waldhüter Friedrich Hardegg

Zwischen den einzelnen Hütten und Zeltplätzen liegen mindestens zwei Kilometer. Nachbarn gibt es hier höchstens in Form eines Rehs, eines Fuchses oder eines kreisenden Adlers. Die mehr als 200 Jahre alte Melkstatt-Hütte, einfache Almhäuser und naturbelassene Lagerplätze sind keine künstliche Erlebniswelt, sondern gewachsene Geschichte. „Viele Menschen besitzen heute alles – nur keine Ruhe mehr“, sagt Hardegg. „Wenn am Abend das Lagerfeuer knistert, über den Baumwipfeln die Sterne aufgehen und das Handy keinen Empfang mehr hat, merken unsere Gäste oft zum ersten Mal seit Langem, wie wohltuend Stille sein kann.“

Hier ist die Natur der Gastgeber
Das europaweit anerkannte Wildlife-Estates-Label unterstreicht den heiligen Ökoeid, die Schöpfung bewahren zu wollen. Hardeggs Blick reicht dabei weit über die Gegenwart hinaus. „Unser schönstes Ziel ist, dass sich die Natur immer mehr entfalten kann. Wir bauen keine Erlebniswelt – die Natur ist bei uns der eigentliche Gastgeber. Wenn unsere Besucher das Gefühl haben, ein Abenteuer erlebt zu haben, dann haben wir alles richtig gemacht.“

Man verlässt diesen Ort mit dem Duft des Waldes in der Kleidung, Erde an den Wanderschuhen und einer selten gewordenen Erinnerung im Herzen: dass es sie noch gibt – die echte Wildnis. Nicht am Ende der Welt, sondern mitten im Mostviertel.

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