Trump, Infantino & Co.

„Macht mich sprachlos!“ Ex-Schiri greift FIFA an

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Von krone Sport

Die Causa Balogun schlägt immer noch hohe Wellen und sorgt auch beim ehemaligen Spitzen-Schiedsrichter Markus Merk für Ärger. Die Intervention von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Boss Gianni Infantino und die folgende Aufhebung der Rotsperre von Folarin Balogun machen ihn „sprachlos“. Zumal er sich an eine Drohung des Weltverbands im Vorfeld der WM 2006 erinnern kann ... 

„Wir sind ja in den letzten Jahren schon viel gewohnt von der FIFA und wir wissen ja selbst: Was heute gesagt wird, muss morgen nicht mehr Bestand haben. Aber ich glaube, das ist insgesamt der Gipfel“, zeigt sich Merk gegenüber der „Sportschau“ empört. 

Hintergrund seiner Kritik? Die Causa rund um die aufgehobene Rot-Sperre von US-Stürmer Balogun vor dem WM-Achtelfinale gegen Belgien. Dass US-Präsident Trump bei Infantino interveniert hat und dann die entsprechende Entscheidung gefallen ist, sorgt beim ehemaligen Schiedsrichter für Entsetzen. 

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump(Bild: AP/Matt Rourke)

Immerhin seien die Regeln klar: „Es ist ganz klar festgeschrieben, für alle Nationalverbände, in allen Ligen: Eine Rote Karte bedeutet eine Spielsperre“, so Merk, der sich schließlich an eine Situation vor rund 20 Jahren erinnert, in der die FIFA keine Gnade gezeigt hatte. 

2006? „Die FIFA hat gedroht“
„Es hat uns in Deutschland auch mal getroffen. Es war, glaube ich, vor der WM 2006, da gab es eine Situation in der Bundesliga, da war es eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Die Rote Karte war klar falsch und das Sportgericht hatte überlegt, den Spieler freizusprechen. Die FIFA hat gedroht: Wenn ihr das macht – das ging nicht nur dem DFB so, sondern auch anderen Verbänden -, dann wird eure Nationalmannschaft aus dem nächsten Wettbewerb ausgeschlossen“, erinnert sich der Deutsche. 

Dieser Hintergrund macht es für Merk noch unverständlicher, wie im Balogun-Fall entschieden wurde. „Es macht mich sprachlos. Diese Begnadigung greift die Integrität des Fußballs an, sie greift die Basis des Regelwerks an“, so der 64-Jährige abschließend. 

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