„Versprechen gehalten“

Brandanschläge in Thessaloniki: 3 Festnahmen

Ausland
10.07.2026 13:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zehn Tage nach den Brandanschlägen auf Politiker-Wohnhäuser in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki, bei denen die Mutter einer konservativen Politikerin ums Leben gekommen war, hat die griechische Polizei nun drei Verdächtige verhaftet.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte am Freitag im Parlament, die Behörden hätten ihr Versprechen eingehalten, die Verantwortlichen zu ermitteln und festzunehmen. Die Festgenommenen, eine Frau und zwei Männer, seien als Mitglieder autonomer Gruppierungen bekannt.

Die Brandanschläge waren in den frühen Morgenstunden des 1. Juli verübt worden. Dabei gerieten Fahrzeuge in der Garage eines Wohnhauses in Thessaloniki in Brand. Die Mutter der Politikerin erlitt dabei tödliche Verbrennungen. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Premier Mitsotakis, ein Konservativer, betonte, der Staat werde weiterhin entschlossen gegen diejenigen vorgehen, die versuchten, mit Gewalt Angst zu verbreiten.

Politisch motivierte Gewalt in Griechenland
Griechenland wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von politisch motivierter Gewalt erschüttert. Während frühere Terrororganisationen inzwischen weitgehend zerschlagen wurden, verüben militante Gruppen aus dem autonomen Spektrum weiterhin Brand- und Sprengstoffanschläge. Ziele sind häufig Politiker, Behörden, Polizeidienststellen, Banken oder Unternehmen.

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