Für exakt 76.935 Salzburger Schüler ist heute, Freitag, letzter Schultag: Es geht in die ersehnten Ferien! Die Bilanz für das abgelaufene Schuljahr fällt bei Lehrern und Kindern großteils positiv aus. Auch der Lehrermangel scheint sich zu entspannen.
In den letzten Schultagen ist die Stimmung an der Praxis-Volksschule im Salzburger Nonntal entspannt. Worauf sich die Knirpse aus der 2B freuen? Baden, Griechenland, Italien. Und: Lange schlafen, wer genießt das nicht
Raphael, Marie und ihre Klassenkollegen gehören zu insgesamt 76.935 Kindern, die jetzt über die bevorstehenden Ferien jubeln, 23.940 davon an Volksschulen. Auch Valentina, Anna, Fabio, Elias und Hannah von der Mini-Volksschule Oberweißburg in St. Michael können es kaum erwarten. Neben Schwimmen und Reisen sind im Lungau Almausflüge hoch im Kurs.
Direktorin: „Es war ein gutes Schuljahr!“
Die Bilanz für das abgelaufene Schuljahr fällt an der Praxis-Volksschule der Pädagogischen Hochschule positiv aus. „Ein gutes Jahr“, ist Direktorin Bärbel Linsmeier zufrieden. In der neunklassigen Schule liegt der Anteil beeinträchtigter Kinder bei rund 20 Prozent. Das erhöht den Zusammenhalt noch einmal. Wie gut es funktioniert, zeigt ein Abschluss-Projekt. Ein Bub mit erhöhtem Förderbedarf ist Fußballfan und wollte unbedingt Superstar Ronaldo schreiben. „Wir schicken ihm einen Brief mit selbstgebastelten Stickern“, erzählt Lehrerin Elli O’Shea-Diniz, stolz auf ihre 2B-Klasse.
Im Lehrer-Team gibt es diesmal im Nonntal keinen Abgang. Eine Stelle kommt dazu. Und auch insgesamt scheint sich der Lehrermangel zu entspannen.
An Salzburgs Pflichtschulen wurden für den Herbst in zwei Ausschreibungswellen 309 Stellen und 4634 Stunden ausgeschrieben. Derzeit sind neun Stellen noch offen, der Großteil davon in Religion oder in Sonderschulen. Im Vorjahr waren das noch deutlich mehr. Sorgenkinder bleiben die unbesetzten Direktoren-Posten. 32 Schulleitungen müssen neu besetzt werden.
371 Schulstandorte gibt es in Salzburg. Zuletzt sorgte die Nachricht vom Aus der Polytechnischen Schule in Neumarkt für schockierte Reaktionen. Bei den Volksschulen gibt es dafür auch positive Nachrichten: Die diskutierte Mini-Schule im Lender Ortsteil Embach bleibt erhalten. „Wir haben wieder eine Lehrerin, die früher aus der Karenz zurückkommt und sind froh, dass es weitergehen kann“, so Ortschefin Michaela Höfelsauer (SPÖ) erleichtert.
Diskussion um Einsatz von Beratungslehrern
Fehlen werden vor allem an den Mittelschulen Beratungslehrer: Denn sie alle – insgesamt sind es 50 Lehrpersonen – werden in den ersten sechs Schulwochen für den Start an Volksschulen abgezogen. „Ein Loch geht zu und dafür ein anderes auf“, kritisiert Christine Haslauer vom Lehrerverein Salve die Maßnahme.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.