Der vielzitierte ländliche Raum hat auch in der akademischen Welt seinen Platz. Konkret geht es um starke Dörfer und regionale Identität. Doktorarbeiten, die sich mit Zukunftsperspektiven dafür auseinandersetzen, werden künftig vom Club Niederösterreich mit dem Erwin-Pröll-Doktorratsstipendium gefördert.
Als „Interessengemeinschaft für den ländlichen Raum“ hat Erwin Pröll vor mehr als 45 Jahren den Club Niederösterreich gegründet. Diese Funktion soll jetzt mit neuem Leben erfüllt werden. Und zwar mit dem Erwin-Pröll-Doktorratsstipendium. „Damit wollen wir den jahrzehntelangen Einsatz für Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum konsequent weiterführen“, erklärt Paul Nemecek, der derzeitige Obmann des Clubs Niederösterreich.
Motivation für junge Talente
Das neue Stipendium soll Doktorandinnen und Doktoranden zugutekommen, deren Dissertationen einen Beitrag zur Weiterentwicklung des ländlichen Raums leisten. „Ziel ist es, junge Talente zu motivieren, sich mit den zentralen Zukunftsfragen Niederösterreichs auseinanderzusetzen“, sagt Nemecek. Von den Inhalten der Doktorarbeiten erwartet er sich Impulse für die Zukunft der heimischen Dörfer: „Die Ideen und Werte von Erwin Pröll sollen auch kommenden Generationen als Orientierung dienen.“
Mit 10.000 Euro dotiert
Voraussetzung für die Bewerbung sind ein erkennbarer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder kultureller Nutzen der Dissertation für den ländlichen Raum sowie ein starker Bezug zu Niederösterreich. Dotiert ist das Stipendium, das in Zukunft jährlich von einem wissenschaftlichen Beirat vergeben werden soll, mit 10.000 Euro. Einreichungen sind heuer bis 14. September möglich. Infos dazu: www.erwin-proell-stipendium.at.
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