Arbeitsmarktbericht

OECD: „Neue Anzeichen für Abschwächung“

Wirtschaft
07.07.2026 17:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Industriestaatenorganisation OECD kann in ihrem jüngsten Arbeitsmarktbericht mit keinen rosigen Nachrichten aufwarten. In den 38 Mitgliedsländern gebe es „neue Anzeichen für eine Abschwächung“, heißt es.

Die Arbeitslosigkeit steigt leicht, das Beschäftigungswachstum verliert an Tempo und der Mangel an Fachkräften bleibt bestehen. Besonders junge Menschen haben laut der OECD zunehmend Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben.

Forderung nach mehr Investition in Bildung und Technologie
Viele Beschäftigte spüren die Folgen der hohen Inflation weiterhin im Geldbörsel. In rund einem Drittel der OECD-Länder liegen die Reallöhne noch immer unter dem Niveau von Anfang 2021. Österreich schneidet allerdings mit einem Plus von 2,6 Prozent besser ab als der OECD-Durchschnitt (+1,2 Prozent), während Italien einen Rückgang von 6,1 Prozent verzeichnet. Die OECD fordert angesichts des negativen Trends mehr Investitionen in Bildung, Weiterbildung und neue Technologien, um die Produktivität und damit auch die Löhne zu steigern.

Große Unterschiede zwischen den Regionen
Für die kommenden Jahre erwartet die Organisation wegen geopolitischer Unsicherheiten, hoher Zölle und steigender Energiekosten weiteren Druck auf die Teuerungsrate und die Arbeitsmärkte. Zudem weist der Bericht auf große regionale Unterschiede hin: In vielen Mitgliedsländern klaffen die Beschäftigungsquoten je nach Region um mehr als 20 Prozentpunkte auseinander. Dennoch ziehen nur wenige Menschen in Gebiete mit besseren Jobchancen um.

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