Tipps für Autofahrer

Richtige Urlaubsplanung spart Nerven und Geld

Kärnten
07.07.2026 18:00

Automobilclubs warnen aktuell vor Staus und langen Wartezeiten auf den Autobahnen. Besonders auf altbekannten Nadelöhren muss mit einem Zeitverlust gerechnet werden. Um sich die Zeit zu vertreiben, geben Verkehrsexperten Tipps fürs Sparen an der Zapfsäule und das Vermeiden von unnötigen Strafen im Ausland.

Während sich die Schüler im Süden auf den langersehnten Ferienbeginn freuen, treibt es den Autofahrern die Schweißperlen auf die Stirn. Grund dafür sind nicht nur die sommerlichen Temperaturen, sondern auch die Angst vor Staus. Diese sollen laut den heimischen Automobilclubs besonders gegen Wochenende hin ihren Höhepunkt erreichen. Immerhin starten mit Freitag nicht nur sechs österreichische Bundesländer in die Sommerferien, sondern auch vier deutsche und große Teile der Niederlande.

„Der steigende Urlauberverkehr führt auf den wichtigsten Verkehrsachsen in West- und Südösterreich zu dichtem Verkehr und zeitweisen Überlastungen. Von Woche zu Woche wird das Verkehrsaufkommen kontinuierlich zunehmen“, so die ÖAMTC-Verkehrsexperten.

Ein bekanntes Bild: Kilometerlanger Stau auf der Karawankenautobahn
Ein bekanntes Bild: Kilometerlanger Stau auf der Karawankenautobahn(Bild: Hermann Sobe)

Besonders viel Zeit werden die Reisenden in Kärnten brauchen. Denn die Tauernautobahn im Raum Villach und die Karawankenautobahn vor dem Tunnel gelten seit Jahren als Nadelöhr in Richtung Süden.

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Wer flexibel ist, sollte die Hauptreisezeiten am Freitagnachmittag und Samstagvormittag meiden.

ARBÖ-Verkehrsexperten

Fahrt in den Urlaub als Kostenfalle
Wer mit dem Ferienbeginn in den wohlverdienten Sommerurlaub starten möchte, braucht nicht nur gute Nerven auf den Autobahnen, sondern auch bei der Urlaubsplanung und auf den ausländischen Straßen. Alleine das Tanken in den Urlaubsländern kann rasch zur Kostenfalle werden, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt. Im Lieblingsurlaubsland der Österreicher, Italien, ist das Tanken schmerzlich teurer als bei den heimischen Tankstellen. 50 Liter Eurosuper kosten im Nachbarland rund acht Euro mehr als in Österreich. Bei Diesel sind es sogar neun Euro.

„Niedriger sind die Spritpreise insbesondere in einigen südeuropäischen und vor allem in osteuropäischen Ländern, aber teilweise nur in geringem Ausmaß“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. In Kroatien muss man für eine 50-Liter-Tankfüllung Eurosuper zwei Euro weniger bezahlen, in Slowenien vier. Dieselfahrer sparen sich zwei Euro.

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Was sich immer auszahlt, ist spritsparendes Fahren. Langsamer und vorausschauend zu fahren, spart nicht nur Sprit, sondern reduziert auch das Unfallrisiko.

Michael Schwendinger (VCÖ)

Runter vom Gas, Sprit sparen, Strafe vermeiden
Ein einfacher Tipp reicht aber schon aus, damit bei der Reise in den Urlaub bares Geld gespart werden kann: „Was sich immer und in allen Urlaubsländern auszahlt, ist spritsparendes Fahren. Das heißt konkret vorausschauend fahren, um frühzeitig den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, niedertourig und vor allem langsamer fahren, etwa auf Freilandstraßen maximal 80 km/h und auf Autobahnen 100 oder 110 statt 130 km/h. Mit dem angepassten Fahrstil sinkt auch das Unfallrisiko deutlich“, so Schwendinger.

Das spritsparende Fahren sei zudem doppelt sinnvoll fürs Börserl. Denn im Ausland herrschen oftmals andere Tempolimits und die Strafen für Verkehrssünder sind teilweise empfindlich höher als in Österreich.

Drakonische Strafen für Alkohol am Steuer
Ein gutes Glaserl gehört im Urlaub für viele zum Pflichtprogramm. Doch wer sich anschließend hinters Steuer setzt, muss nicht nur mit einer saftigen Strafe rechnen, sondern „es steigt bei einer Alkoholisierung von 0,5 Promille auch das Unfallrisiko auf das Doppelte“. In Italien beträgt die Mindeststrafe für Alkolenker über 540 Euro. Auch das Telefonieren am Steuer wird deutlich härter bestraft als in Österreich. Italien und Slowenien heben mindestens 250 Euro Strafe ein.

Für die VCÖ-Experten sind die Tipps nicht nur eine Hilfestellung, sondern tragen auch dazu bei, dass der Urlaub nicht zur Kostenfalle wird und entspannt genossen werden kann.

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