Viele Notfälle

Klammheimlich? Sorge nach Aus für Sozialfonds

Steiermark
07.07.2026 10:00

Die Unterstützung in Notfällen für Steirer wurde, so Kritiker,  „klammheimlich“ eingestellt – das Land beruhigt aber.

Dass im Börsel weniger drin ist als früher, das merken ja viele Steirer. Aber richtig prekär wird die Lage, wenn das Minus zur Überlebens-Frage wird. „Wir merken schon, dass die Zahl der Anfragen um Hilfeleistung ansteigt“, sagt Eva Seiler, Fachbereichsleiterin vom Sozialamt in Graz. „Die größten Problemfelder sind Wohnen, Energie und Gesundheit.“

Allein im Vorjahr sei 223 Menschen durch die Initiative „Graz hilft“ aus Notlagen geholfen worden – und der Topf mit 300.000 Euro würde wohl auch heuer vollends ausgeschöpft.

Dass die Zahl der Anfragen signifikant steigt, sehen auch wir bei unserer groß angelegten  Aktion „Die Krone hilft“ – auch hier sind es oft nicht mehr „spektakuläre“ Schicksale, sondern Alltagsnöte, die Menschen aus ganz normalen Verhältnissen abstürzen lassen können.

Der legendäre Landeshauptmann Josef Krainer, hier mit Arnold Schwarzenegger
Der legendäre Landeshauptmann Josef Krainer, hier mit Arnold Schwarzenegger(Bild: APA/TECHT Hans)

Und trotz der verzweifelten Lage vieler wäre „klammheimlich“ der bewährte, mit zuletzt 233.000 Euro dotierte Josef-Krainer-Fonds für soziale Härtefälle eingestellt worden. „Stimmt nicht“, entgegnet man im Büro des zuständigen LH Mario Kunasek. Man hätte dies durchaus im Vorjahr angekündigt. Außerdem wäre der Topf nie mehr voll ausgeschöpft worden.

Doch man beruhigt: Es gebe eine Anlaufstelle in der Abteilung 11 – und sollte dennoch alles ausgeschöpft sein, hätte Kunasek seinen eigenen Budgettopf, um in Notfällen helfen zu können.

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