Bei der Firma Moser in Thomatal im Lungau werden Spielgeräte designt und gebaut – und das schon seit den 1970er-Jahren. In der Branche wird auch der Klimawandel verstärkt Thema.
„Es ist bei uns schon seit Bestehen des Unternehmens ein Familienbetrieb“, sagt Christoph Moser, Geschäftsführer der Spielgeräte-Firma, die mittlerweile groß im Geschäft ist. Auch der Bruder arbeitet im Betrieb.
Vom Kletterturm bis zu Baumhaus, Schaukel oder Krabbelparadies werden die unterschiedlichsten Spielgeräte entwickelt und gebaut. Kunden sind vorwiegend Gemeinden, Städte oder auch Bergbahnen. „Wir haben über 800 Produkte im Katalog, machen aber trotzdem noch sehr viele Sonderkonstruktionen“, so Moser.
Bestes Beispiel: Für den Musistadl in Flachgau baute das Moser eine überdimensionale Harmonika, die im Inneren zum Kletterturm wird. Dazu kommen Spielewelten vom Zauberflöten-Spielplatz in der Stadt bis auf den Berg wie in Flachau oder Wagrain.
Die Kinder sind bei Ausflügen diejenigen, die anschaffen. Wenn sie gerne auf unseren Plätzen spielen, ist das der schönste Erfolg für uns.
Christoph Moser, Geschäftsführer
Der Radius der Moser-Produktion geht weit über Salzburg hinaus. Viele Kunden kommen aus Wien. Auch Aufträge für Dubai oder England wurden in dem Lungauer Betrieb schon abgearbeitet.
Maschinelle Produktion kommt dem Chef nicht ins Haus. Er legt Wert auf Handwerk und hochwertige, harte Hölzer. Die Lungauer Gebirgslärche, die auf mehr als tausend Metern Seehöhe langsam gewachsen ist, erweist sich als besonders robust, hält auch große Temperaturschwankungen oder -rekorde aus. „Die Hitze wird vermehrt ein Thema für unsere Kunden“, erzählt Moser, was Auftraggeber einfordern. Der Renner: „Wasserspielplätze!“
Ein Vertriebsteam ist überall vor Ort und plant die Spielplätze je nach Gelände, Sonneneinstrahlung oder Nachbarschaft individuell.
Und auch nach Beschattung wird gefragt: Moser baut am liebsten natürliche Schattenspender wie Bäume oder auch Sonnensegel und Pergolen ein, damit Spielfreuden später auch bei großer Hitze nicht getrübt sind.
Groß wachsen will der Lungauer Unternehmer gar nicht mehr: „Wir haben uns bei einem Umsatz von rund acht Millionen Euro eingependelt“, ist er mit der Entwicklung zufrieden.
Über den Standort, der verkehrstechnisch etwas abseits liegt, will er nicht klagen – im Gegenteil. „Ich habe hier in unserer ländlichen Region das beste und qualifizierteste Team, das man sich wünschen kann.“ Die Mitarbeiterbindung ist hoch. 35 Köpfe denken mit und packen an.
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