Almgreißlerei startet

Diese Jung-Unternehmerin belebt ihr Viertel neu

Salzburg
05.07.2026 10:00

Die Salzburger Jung-Unternehmerin Gisela Gollhofer will mit ihrer „Almgreißlerei“ durchstarten. Dabei sah es zu Beginn gar nicht rosig mit dem Vorhaben aus. Schließlich konnte die Neo-Gastronomin ihren Traum aber doch noch umsetzen.

Die Idee, etwas Eigenes zu machen, ist schon seit Jahren herumgeschwirrt. Zu Beginn war mein Mann skeptisch, ob das funktionieren kann“, erzählt Unternehmerin Gisela Gollhofer über die Anfänge ihrer „Almgreißlerei“. Fast drei Jahre später steht die 31-jährige Salzburgerin nun endlich in ihrem neu eröffneten Bistro inklusive Supermarkt.

Mittlerweile steht auch ihr Mann felsenfest hinter ihr. „Er hat sich sogar dazu entschlossen, seine Stunden als Lehrer zu reduzieren, damit er mehr für unseren Sohn da sein kann. Ohne ihn wäre das nicht möglich. Er ist eine große Stütze, auch im Geschäft.“

Über berufliche Umwege doch noch zum Traumjob
Gut so, denn Gisela Gollhofer ist in ihrer „Almgreißlerei“ ordentlich gefordert. Ohne Unterbrechung gehen im ehemaligen Billa-Haus in der Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße Getränke, Frühstücksteller und Waren aus dem Supermarkt über die Theke.

Das neue Geschäft hat jeden Tag geöffnet.
Das neue Geschäft hat jeden Tag geöffnet.(Bild: Andreas Tröster)

Kaum Luft zum Atmen bleibt Gollhofer während des „Krone“-Interviews. Immer wieder sprechen Gäste die 31-Jährige darauf an, wie froh sie sind, dass die junge Unternehmerin das lange leer stehende Gebäude neu belebt hat.

„Dass ich ein Kaffeehaus haben will, habe ich mir immer schon gedacht“, sagt Gollhofer. Mit 16 beginnt sie zu kellnern, schlägt dann jedoch ein paar berufliche Umwege ein. „Ich habe Kinderkrankenschwester gelernt und eine Zeit lang in unserem Familienbetrieb Gollhofer Optik gearbeitet. Aber irgendwann war für mich klar, dass ich mit einem Apfelkuchenteig mehr anfangen kann als mit einem Titandraht.“

Fünf Mitarbeiter hat sich die Jungunternehmerin mittlerweile schon ins Boot geholt. Bald sollen es noch mehr werden. „Der Supermarkt ist erst zur Hälfte ausgelastet. Es ist noch Luft nach oben“, gibt sich Gollhofer optimistisch. Geöffnet hat sie jeden Tag, je nach Auslastung bis 22 Uhr.

„Es gab schon Tage, da musste ich darauf drängen, dass ich jetzt zusperre. Die Leute wollten einfach draußen sitzen bleiben.“ Aber genau solche Erlebnisse zeigen Gollhofer, dass es die richtige Entscheidung war, ihren Träumen zu folgen.

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