Tausenden Pendlern aus dem Burgenland steht ab Herbst ein Öffi-Hürdenlauf bevor. Die Grünen fordern nun ein „Notfallkonzept“.
An die 30.000 Burgenländer pendeln jeden Tag für die Arbeit in die Bundeshauptstadt. Für viele von ihnen könnte die öffentliche Anreise zum Arbeitsplatz ab Herbst zu einer Herausforderung werden. Denn ab 7. September wird die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof für über ein Jahr gesperrt — der meistbefahrene Schienenabschnitt Österreichs. Eine Viertelmillion Fahrgäste nutzen die Verbindung täglich.
Ersatzkonzepte reichen nicht aus
Die Grünen Wien, Burgenland und Niederösterreich warnen deswegen jetzt gemeinsam vor Chaos und überfüllten U-Bahnen ab Start der Sperre. „250.000 S-Bahn-Fahrgäste pro Tag kann man nicht einfach bitten, sich irgendwie im Netz zu verteilen“, meint etwa Kilian Stark, Verkehrssprecher der Grünen Wien. Die derzeitigen Ersatzkonzepte würden nicht ausreichen.
Sanierung nicht auf Rücken der Pendler austragen
Auch Philip Juranich von den Grünen Burgenland betont: „Die notwendige Sanierung darf nicht auf dem Rücken der Pendler ausgetragen werden. Es braucht verlässliche Verbindungen, dichtere Intervalle und faire Lösungen wie etwa finanzielle Entlastungen während der Sperre. Sonst drohen viele Menschen wieder ins Auto gedrängt zu werden.“ Die Modernisierung der Stammstrecke sei richtig, aber es brauche nun rasch ein Notfallkonzept, heißt es unisono.
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