Genug für 20.000 Dosen
Riesen-Menge Fentanyl aus Spital in Rom gestohlen
80 Ampullen des starken Schmerzmittels Fentanyl sind aus einem Krankenhaus in Rom gestohlen worden – genug, um bis zu 20.000 Dosen für den illegalen Konsum herzustellen. Das starke Schmerzmittel gilt als extrem gefährlich und sorgt jährlich für zehntausende Todesfälle durch Überdosis.
Die Ampullen wurden aus dem Israelitischen Krankenhaus entwendet. Nach Angaben der Regierung könne man daraus eine große Menge Dosen für den illegalen Konsum produzieren. Wann der Diebstahl erfolgte, wurde nicht mitgeteilt.
Krisensitzung am Freitag
Staatssekretär Alfredo Mantovano leitete am Freitag eine Krisensitzung im Regierungssitz in Rom. Spezialisierte Polizeieinheiten übernahmen die Ermittlungen. Das Gesundheitsministerium in Rom ordnete zudem eine Inspektion des Krankenhauses an, um mögliche Versäumnisse bei den Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen.
„Verhalten der Security ,unverantwortlich‘“
Die italienische Regierung übte scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen. Das Verhalten der für die Sicherheit verantwortlichen Stellen sei „unverantwortlich“ gewesen, erklärte die Regierung am Freitag.
Italien sieht „keine Fentanyl-Krise“
Die italienische Regierung hatte bereits 2024 einen Aktionsplan gegen den Missbrauch von Fentanyl vorgestellt. Anders als in den USA sieht sie derzeit jedoch keine akute Fentanyl-Krise im Land. Das synthetische Opioid gilt weltweit als besonders gefährlich und wird mit zehntausenden Todesfällen durch Überdosierungen in Verbindung gebracht.









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