Für mehr Sicherheit

Neue Regeln für Neuwagen treten bald in Kraft

Österreich
03.07.2026 12:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vom Abbiegeassistenten bis zum Ablenkungswarner: Neue Pflichtsysteme in Neuwagen sollen die Zahl der Unfälle senken und schwächere Verkehrsteilnehmer besser schützen. Ab 7. Juli 2026 gelten die entsprechenden EU-Vorgaben. Der ÖAMTC begrüßt die neuen Sicherheitsstandards.

Moderne Technik soll Leben retten: Neue EU-Sicherheitsvorgaben sollen den Straßenverkehr sicherer machen und Ablenkungen am Steuer reduzieren. Der ÖAMTC sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr Verkehrssicherheit, da besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer besser geschützt und Unfälle durch Warnsysteme reduziert werden sollen.

Laut ÖAMTC-Techniker Daniel Deimel sei es bisher jedoch hin und wieder zu Fehleinsätzen gekommen und betont: „Die verpflichtenden Systeme müssen auf unterschiedlichste Szenarien und Hindernisse trainiert werden. Warnungen und Eingriffe müssen so abgestimmt sein, sodass Fahrerinnen und Fahrer nicht gestört, irritiert und überfordert werden.“

Spur verlassen? Auto lenkt jetzt aktiv gegen
Bestehende Systeme wie die intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme, Rückfahr-Assistenz und Unfalldatenspeicher („Blackbox“) sowie das adaptive Bremslicht sind weiterhin Standard. Das erweiterte Notbremsassistenzsystem muss nun auch Fußgängerinnen und Fußgänger bzw. Radfahrende erkennen und bei Gefahr einer Kollision eine Notbremsung einleiten. Verlässt das Fahrzeug ungewollt die Spur, lenkt der Notfall-Spurhalteassistent aktiv dagegen. Die Funktion ist nun auch für Wagen mit hydraulischer Servolenkung verpflichtend.

System beobachtet die Augen
Gegen eine der Hauptursachen bei Unfällen im Straßenverkehr soll der Ablenkungs- und Konzentrationswarner (Advanced Driver Distraction Warning) gegenwirken. Ein Kamerasystem überprüft dabei die Augenbewegungen und das Fahrverhalten der Fahrerinnen und Fahrer und warnt aktiv bei Ablenkung oder nachlassender Aufmerksamkeit. Das System erkenne nicht nur typische Augenbewegung bei Müdigkeit, sondern auch, wenn der Blick aufs Handy falle, so der ÖAMTC.

Um den Schutz von Fußgängerinnen und Fußgängern bei Aufprall im Frontbereich des Fahrzeugs zu verbessern, wurden die Anforderungen an den Kopfaufschlagschutz erhöht.

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