Neues System kommt

Längere Abstände: Spürbare Änderungen beim Pickerl

Innenpolitik
03.07.2026 09:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auto- und Motorradfahrern in Österreich steht, wie von der „Krone“ bereits vorab berichtet, eine spürbare Änderung bevor: Die Intervalle für das Pickerl sollen verlängert werden. Der Verkehrsausschuss sprach sich mit den Stimmen von FPÖ, ÖVP, SPÖ und NEOS für eine Novelle des Kraftfahrgesetzes aus. 

Kernstück der Reform ist die Änderung der wiederkehrenden Begutachtung. Derzeit gilt die 3:2:1-Regel. Das heißt: Das erste Pickerl ist drei Jahre nach der Erstzulassung fällig, das zweite zwei Jahre später, danach muss das Fahrzeug jedes Jahr überprüft werden.

Vier Jahre bis Begutachtung 
Künftig soll daraus ein 4:2:2:2:1-System werden. Die erste Begutachtung wäre damit erst vier Jahre nach der Erstzulassung nötig. Danach folgen drei Verlängerungen um jeweils zwei Jahre. Erst anschließend muss das Fahrzeug wieder jedes Jahr zur Überprüfung.

Für viele Fahrzeugbesitzer bedeutet das weniger Termine und weniger Aufwand. Laut Verkehrsminister Peter Hanke komme die Verlängerung der Pickerl-Intervalle „Hunderttausenden Menschen zugute, die künftig weniger oft zur 57a-Begutachtung müssen“.

Auch Werkstätten entlastet werden
Werkstätten werden durch weniger Bürokratie entlastet: Die Pflicht zur Aufbewahrung einer zweiten Ausfertigung des Gutachtens entfällt. Zudem werden elektronische Prüfnachweise, etwa bei Fahrtenschreiberüberprüfungen, ermöglicht.

Inkrafttreten 2027

  • Ursprünglich war geplant, die neuen Pickerl-Intervalle bereits im Oktober 2026 einzuführen. Daraus wird nun nichts. Das Inkrafttreten ist erst für 19. Mai 2027 vorgesehen.
  • Grund dafür sind Bedenken betroffener Stellen wie ÖAMTC und ARBÖ. Sie hatten darauf hingewiesen, dass die technische und organisatorische Vorbereitung mehr Zeit brauche.

Kritik von den Grünen
Elisabeth Götze erklärte, ihre Fraktion unterstütze längere Pickerl-Intervalle zwar grundsätzlich, sehe aber offene Fragen bei Verkehrssicherheit und Kosten. Sie verwies unter anderem auf mögliche Mehrkosten durch den Austausch von Begutachtungsplaketten. Die Grünen haben sich deshalb enthalten.

Zudem seien in Stellungnahmen – etwa vom ÖAMTC – besonders bei Mopeds kürzere Intervalle gefordert worden. Manipulationen an Abgasanlagen oder Fahrzeugelektronik könnten sonst erst später erkannt werden. Die Gesetzesnovellen sollen noch vor der Sommerpause im Nationalrat beschlossen werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung