Die 18-jährige Innviertlerin Hannah Hagn absolviert derzeit ihr Pflegepraktikum am Klinikum Schärding. Und plötzlich kam eine ihr nicht unbekannte Person auf ihre Station – ein besonderer Zufall.
Es gibt Begegnungen, die kann man nicht planen. Und manchmal schreibt das Leben einfach schöne Geschichten – eine solche Geschichte ist im Klinikum Schärding passiert. Die 18-jährige Hannah Hagn absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Während ihres Praktikums auf der Akutgeriatrie und Remobilisation hatte die Schülerin dann plötzlich eine unerwartete Begegnung.
Ein ganz besonderer Name tauchte auf der Station auf: Juliane Daller, 90 Jahre alt – Hannahs Uroma. Sie hatte einen Oberschenkelhalsbruch erlitten, musste längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Für Hannah Hagn war sie eine ganz normale Patientin und gleichzeitig alles andere als das. „Natürlich habe ich mich um alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen gekümmert. Aber wenn ich am Nachmittag einmal etwas Zeit hatte, habe ich kurz bei meiner Uroma vorbeigeschaut“, so Hagn glücklich über die Möglichkeit, für sie da zu sein.
„Etwas ganz Besonderes“
Auch für diese war der Zufall etwas Besonderes: „Alle im Klinikum waren sehr freundlich und haben sich toll um mich gekümmert. Aber wenn die Hannah hereingeschaut hat, war das natürlich etwas ganz Besonderes. Da habe ich mich immer sehr gefreut.“ Aus dem Klinikum Schärding heißt es: „Solche Begegnungen zeigen, dass ein Krankenhaus weit mehr ist als ein Ort der medizinischen Versorgung. Hier treffen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen aufeinander.“
„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in unserem Land passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“? Dann schicken Sie uns gerne alle Infos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at
Liebe zum Pflegeberuf
Inzwischen ist Daller wieder zurück daheim in Suben, von ihrem Sturz hat sie sich gut erholt. Und Hannah? Für sie steht ohnehin fest, dass sie in der Pflege bleiben möchte: „Mir gefällt der Beruf richtig gut.“ Und man merkt ihr das auch an. Schön, wenn so junge Menschen für einen Job – in dem es ohnehin einen Mangel gibt – brennen. Bitte unbedingt mehr davon!
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