Wie geht es weiter?

QimiQ-Pleite: Sanierungsplan vertagt

Salzburg
02.07.2026 12:16
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Im Sanierungsverfahren der Salzburger QimiQ Handels GmbH verzögert sich die Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens. Bei der Prüfungstagsatzung am Landesgericht Salzburg wurde am Donnerstag die Abstimmung über den Sanierungsplan auf den 6. August verschoben.

Als Grund nannte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870), dass die Verhandlungen mit einem in Aussicht stehenden Investor noch nicht final abgeschlossen seien.

Bisher haben 195 Gläubiger Gesamtforderungen in der Höhe von rund 6,3 Mio. Euro angemeldet. Davon wurden 4,2 Mio. Euro anerkannt. Weitere Forderungen im Ausmaß von rund 2,1 Mio. Euro gelten laut KSV1870 vorerst als bestritten. Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern weiterhin einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent an, die innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Plans zahlbar ist.

Über das Vermögen des Herstellers von Sahnebasis-Produkten war am 7. April ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Bei Verfahrenseröffnung hatte das Unternehmen mit Sitz in Hof bei Salzburg noch Passiva in Höhe von 8,66 Mio. Euro bei 159 Gläubigern erwartet.

Die Ursache für die Insolvenz lag laut Angaben der Schuldnerin in deutlichen Milchpreissteigerungen im Jahr 2025, die die Produktionskosten um rund 15 Prozent in die Höhe trieben. Ein Auslieferstopp der SalzburgMilch GmbH Anfang 2026 und verspätete Zahlungseingänge internationaler Großkunden hatten schließlich zur Zahlungsunfähigkeit geführt.

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