ÖVP-nahe Schülerunion

Chat-Skandal: „N**** sind nicht die Hellsten“

Salzburg
02.07.2026 13:18

Menschen- und frauenverachtend! In der Schülerunion – der konservativen, ÖVP-nahen Vertretung der Schüler in Österreich – geht es rund: Der „Krone“ wurden Chatnachrichten zugespielt, die an Niveaulosigkeit und Verachtung nicht zu übertreffen sind. Der Skandal hat sich jetzt auf Salzburg ausgeweitet ...

Chinesen werden als „Hundefresser“ bezeichnet. Über einem Foto von zwei afrikanischstämmigen Menschen prangt der Schriftzug: „Fakt ist: N**** sind nicht die hellsten.“ Oder ein leeres, transparentes Buch als Symbol für „Frauenrechte“. So präsentiert sich die Schülerunion Salzburg in Chat-Nachrichten, die der „Krone Salzburg“ zugespielt wurden. 

Damit hat der vor wenigen Tagen bekannte gewordene Skandal der konservativen Schülervertretung jetzt Salzburg erreicht. In den Chats wurden Frauen herabgewürdigt, waren rassistische Aussagen scheinbar an der Tagesordnung und wurden ekelhafte Fotos mit menschenverachtenden Texten geteilt und und sogar beklatscht. 

Einige der eingangs beschriebenen Nachrichten von „Hundefressern“ oder „N****“ habe laut einem anonymen Hinweis der ehemalige Salzburger Obmann der Schülerunion verfasst – zumindest in den Jahren 2024 und 2025. In der Gruppe mit dem Titel „LaLeiTrash 24/25“ ging es wohl wild zu. 

Chinesen werden als „Hundefresser“ bezeichnet.
Chinesen werden als „Hundefresser“ bezeichnet.(Bild: zVg)
Frauen haben scheinbar in Gruppen der Schülerunion keinen großen Stellenwert.
Frauen haben scheinbar in Gruppen der Schülerunion keinen großen Stellenwert.(Bild: zVg)

Auch Frauen gegenüber zeigte man die wahre Geisteshaltung: „Frauenrechte“ steht über einem Buch, das durchsichtig und leer in die Höhe gehalten wird. Was will die ÖVP-nahe Schülervertretung damit sagen? Dass Frauen generell keine Rechte besitzen? 

Die österreichische Schülerunion zog rasch Konsequenzen nach den Skandalen – so wie am Donnerstag auch in Salzburg. „Nach Veröffentlichung der Chats wurde mit der Salzburger Schülerunion Kontakt aufgenommen“, sagt Bundesobmann Maximilian Pech und fügt hinzu: „Als sich in diesen Gesprächen eine aktive Beteiligung des Landesobmanns herausstellte, wurde sich auf seinen Rücktritt geeinigt.“

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