Das Ende einer Ära! Sony stellt die Produktion von Discs für ihre Playstation ein. Neue Spiele gibt es künftig nur noch per kostenpflichtigem Download. Was bedeutet das für das Sony-Werk in Thalgau? Müssen Mitarbeiter gar um ihre Jobs zittern?
Die Meldung verbreitete sich am Mittwochnachmittag in Windeseile über sämtliche Nachrichtenagenturen: „Sony stoppt die Produktion von Discs ihrer Playstation-Spiele“ war da zu lesen. Ab dem Jahr 2028 gibt es Neuerscheinungen nur noch in digitaler Form per kostenpflichtigem Download.
Die Belegschaft des Sony-DADC-Werks in Thalgau wurde um 14 Uhr über den drastischen Schritt informiert. „Es war nicht einfach, aber der Trend war ja bereits absehbar“, sagt DADC-Geschäftsführer Dietmar Tanzer. Er hatte für die knapp 300 Mitarbeiter aber auch hoffnungsvolle Worte über. Denn: „Wir waren auf diese Entwicklung vorbereitet“, betont Tanzer.
Sony investiert weitere zehn Millionen Euro
Künftig setzt man im Flachgauer Werk verstärkt auf die Entwicklung neuer Produkte im Bereich der Polymeroptik. Darunter versteht man die Herstellung von optischen Bauteilen wie Linsen aus hochtransparenten Kunststoffen. Die Anwendungsfelder sind groß, etwa bei optischen Warnsignalen für Autos oder für virtuelle Brillen. „Namhafte Unternehmen haben unsere Prototypen bereits abgenommen, wir stehen kurz vor dem Start der Massenproduktion“, sagt Tanzer. Knapp 30 Millionen investierte man den vergangenen Jahren in das Werk in Thalgau, nun gibt Sony weitere zehn Millionen Euro frei. „Wir müssen uns neu erfinden, um den Standort absichern zu können“, gibt der Geschäftsführer die Marschrichtung vor.
Kein Mitarbeiter muss gehen
Derzeit produziert man in Thalgau knapp 110 Millionen Discs im Jahr – Musik-CDs und ältere Playstationspiele werden auch künftig im Flachgau hergestellt. Daher muss aktuell kein einziger Mitarbeiter um seinen Arbeitsplatz bangen. Aber: „Bis Anfang 2028 gibt es keine Änderungen, eine weitere Prognose wäre aber unseriös“, meint Tanzer.
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