Nach einer Reihe von Abgängen in einer einzigen Abteilung erhebt nun eine ehemalige Mitarbeiterin der Bezirkshauptmannschaft Braunau schwere Mobbing-Vorwürfe gegenüber einem Vorgesetzten und zwei Mitarbeiterinnen. Bezirkshauptmann Gerald Kronberger spricht von einem internem Zwist.
Heiß her ging es zuletzt in der Bezirkshauptmannschaft Braunau. Binnen weniger Monate haben gleich vier Mitarbeiterinnen einer einzigen Abteilung ihren Sessel geräumt. Bereits davor sollen immer wieder Mitarbeiter freiwillig gekündigt haben. Eine ehemalige Beschäftigte stellt im Telefonat mit der „Krone“ schwere Mobbing-Vorwürfe in den Raum. Federführend sollen der Vorgesetzte der Abteilung sowie seine zwei Mitarbeiterinnen gehandelt haben. Die beiden Damen sind nicht mehr bei der BH. Sie gingen, nachdem sich der Chef in den Ruhestand verabschiedet hatte.
Beschwerden ignoriert
„Selbst der kleinste Fehler wurde sofort an den Vorgesetzten weitergeleitet. An freien Tagen wurde in unseren Sachen herumgestöbert. Das Arbeiten war die Hölle. Viele Neue hörten gleich nach ein paar Tagen wieder auf“, schildert die oben erwähnte Ex-Mitarbeiterin, die anonym bleiben möchte. Besonders schlimm sei für die Betroffenen gewesen, dass die Personalabteilung ihre Beschwerden über Mobbing nicht weiterverfolgt habe.
Es gab einen internen Zwist. Manche Mitarbeiter haben sich an das alte System gewöhnt gehabt, das gibt es nicht mehr. Das sorgte für Ungereimtheiten.
Gerald Kronberger, Bezirkshauptmann
Bezirkshauptmann Gerald Kronberger weißt die Mobbing-Vorwürfe zurück: „Es handelte sich um einen internen Zwist rund um persönliche Eitelkeiten sowie die Digitalisierung. Ein Beamtentum wie vor 30 Jahren gibt es aber nicht mehr. Ich will Leistung.“ Laut dem BH-Chef wurden alle offenen Stellen zügig nachbesetzt.
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