Trauer um Benjamin R.

„Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“

Oberösterreich
01.07.2026 17:00

Trauer um Benjamin R. aus Klam: Der 26-Jährige wurde in einem Sturm auf seinem Quad von einem abgebrochenen Ast schwerst verletzt. Seine Lebensgefährtin (21), die hinter ihm saß, holte Hilfe, Anrainer befreiten ihn mit Kettensägen. Doch der junge Mann hatte keine Chance: Er verstarb wenig später im Spital.

Es ist tragisch. Er war einfach genau zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Johannes Achleitner, Bürgermeister von Klam, wohnt mit seiner Familie nur wenige hundert Meter von jener Kreuzung entfernt, wo sich am späten Dienstagabend der schreckliche Unfall ereignet hatte.

Unwetter kam rasend schnell
Gegen 22 Uhr war dort der 26-jährige Benjamin R. auf seinem Quad am Nachhauseweg gewesen, hinter ihm saß seine Lebensgefährtin (21). Das Unwetter dürfte die beiden überrascht haben: „Es ist so schnell gekommen – wie aus dem Nichts“, erinnert sich der Bürgermeister.

Die drei Bäume an der Kreuzung, wo die Tragödie geschah, wurden noch am Mittwoch umgesägt.
Die drei Bäume an der Kreuzung, wo die Tragödie geschah, wurden noch am Mittwoch umgesägt.(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMM)

Erst kürzlich hergezogen
Vermutlich hatte das junge Paar noch schnell nach Hause fahren wollen – der gebürtige Greiner war erst im Jänner zu seiner Freundin in deren Haus nordwestlich von Klam gezogen. „Dementsprechend war er noch nicht so stark im örtlichen Leben eingebunden, aber man kennt die Familie natürlich“, so Achleitner weiter. Seine Söhne, von denen einer mit dem Verunglückten die Hauptschule besuchte, waren als Feuerwehrmitglieder alarmiert worden, kamen am Weg zur Wache an die Unfallstelle.

Die Unfallstelle am Tag nach dem tragischen Todesfall
Die Unfallstelle am Tag nach dem tragischen Todesfall(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMM)

Lebensgefährtin sah alles mit an
Der Sturm hatte einen schweren Ast eines Kastanienbaums abgerissen. Dieser traf den 26-Jährigen am Kopf und klemmte ihn auf dem Quad ein. Die unversehrte Lebensgefährtin lief daraufhin zu einem Nachbarhaus, von wo aus sie die Rettungskette in Gang setzte. Die Bewohner eilten mit Kettensägen herbei, befreiten den Schwerstverletzten und begannen mit der Reanimation. Er wurde mit dem Notarzt ins Linzer UKH gebracht, erlag aber im Schockraum gegen 23.20 Uhr seinen Verletzungen.

Bäume sofort umgesägt
Die beiden alten Rosskastanien und ein dritter Baum, die die kleine Bauernkapelle an der Kreuzung umringten, wurden noch am Mittwoch umgesägt.

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