Pink regiert wieder: Die neue Serie „Elle“ ist die Vorgeschichte des Kultfilms „Natürlich blond“ mit Reese Witherspoon – für Fans ein nettes Wiedersehen, doch die Handlung ist ausbaufähig. Jetzt auf Amazon Prime.
Die Idee, die ikonische Figur Elle Woods aus „Natürlich blond“ wiederzubeleben, kam sofort gut an und auch das „Original“ Reese Witherspoon war begeistert mit an Bord. Doch was in der neuen Serie „Elle“ (ab sofort auf Amazon Prime), der Vorgeschichte des 90er-Hits, erzählt werden sollte, das stellte die Macher offenbar vor arge Probleme. Schließlich wandelt sich Elle im Film von der oberflächlichen Reichentochter zur selbstbewussten Anwältin. Welche Charakterentwicklung soll sich also in ihren High-School-Jahren schon abgespielt haben?
Egal, dachte man sich, nahm eine Brechstange zur Hand und setzte als zentralen Konflikt des Prequels einfach einen Umzug von L. A. nach Seattle ein. Dort ist Elle genauso fremd wie später an der Harvard-Uni, und so wird mehr oder weniger die gleiche Geschichte erzählt. Nur, dass die „Kontrahenten“ diesmal keine intellektuellen Studenten, sondern sozial engagierte Nirvana-Fans sind. Lexi Minetree schlüpft ins pinke Kostüm der Elle Woods und kopiert Witherspoons Paraderolle perfekt, auch wenn ihr ihre neuen Flanell-behemdeten Klassenkameraden erklären: „Pink ist keine Persönlichkeit!“ Und: „Dawson’s Creek“-Star James Van Der Beek ist darin in einer Nebenrolle zu sehen – seiner letzten vor seinem tragischen Tod im Februar.
Für die Fans ist es ein nettes Wiedersehen mit einer alten Bekannten, das auch mit unzähligen Anspielungen auf den Originalfilm aufwartet und die 90er wieder aufleben lässt. Mehr Tiefe darf man sich aber nicht erwarten.
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