Vorfälle in Laakirchen

„In letzter Konsequenz wird das Freibad gesperrt“

Oberösterreich
01.07.2026 09:00

Nach Beschimpfungen und tätlichen Angriffen im Freibad von Laarkirchen in Oberösterreich denkt Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ) an harte Konsequenzen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter verweigern derzeit den Dienst. Doch wie kam es zu der Eskalation?

Es war ein Vorfall am Wochenende, der das Fass zum Überlaufen brachte: Eine Mitarbeiterin der Wasserrettung Laakirchen, die als Ehrenamtliche im Freibad aushilft, wurde beschimpft, beleidigt und respektlos behandelt – nicht zum ersten Mal.

Was war passiert? Anna Z. hatte sich um einen verletzten Badegast gekümmert, als die Situation eskalierte. „Sie hat den Sprungturm und die Wasserrutsche gesperrt, um ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Ein paar Burschen haben die Absperrung in die Hecke geschmissen und sind trotzdem auf den Sprungturm hinauf. Anna hat dann durchgegriffen und die Jugendlichen vom Bad verwiesen“, erklärt Ortschef Feichtinger die Situation.

Anna Z. hilft als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wasserrettung Laakirchen im Freibad aus.
Anna Z. hilft als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wasserrettung Laakirchen im Freibad aus.(Bild: Wolfgang Spitzbart)

Das Problem sei, dass die Saisonkarten nicht personalisiert werden. Der Bademeister müsste sich die Nummern aufschreiben und die Karten sperren. „Dann kommen dumme Sprüche von den Kids wie: ,Das geht dich nichts an, das ist Datenschutz‘“, sagt der Ortschef frustriert. Für ihn wurde nun eine Grenze überschritten. „Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit, es lebt von gegenseitigem Respekt und Anerkennung.“

Erst vor Kurzem wurde ein Bademeister von einem Vater, der sich schützend vor seinen Sohn stellte, tätlich angegriffen.

Helfer der Wasserrettung stellen Dienst nun ein
Als Reaktion auf die Vorfälle werden die ehrenamtlichen Helfer der Wasserrettung ihren Dienst im Freibad vorübergehend einstellen. Das sei schade, aber verständlich, wie der Bürgermeister betont. Er denkt jetzt über eine Verschärfung nach: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, denn so kann es nicht weitergehen. Wir werden rigoros durchgreifen und in letzter Konsequenz das Freibad zusperren. Das wäre schade, denn der Großteil der Besucher verhält sich vorbildlich“, so der Bürgermeister.

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