186 PS bei 200 Kilo

Studententeam gibt mit Elektro-Monster Vollgas

Oberösterreich
30.06.2026 11:20

Komplett aus dem Nichts hat ein Team aus 80 JKU-Hochschülern ein eigenes Rennauto für die Formula Student entwickelt. Der strombetriebene Allrad-Bolide hat fast so viele PS wie Kilo und sagenhafte 1600 Newtonmeter Drehmoment. Damit planen die Studenten, ab Mitte Juli der Konkurrenz um die Ohren zu fahren.

175 PS Systemleistung, sagenhafte 1600 Newtonmeter Drehmoment – und das bei nur knapp über 200 Kilo Leergewicht! Alleine beim Notieren dieser Werte kann einem schwindlig werden. Es handelt sich dabei um den Formula-Student-Rennwagen des JKU Racing Teams, der mit „Mercury“, einen passend planetaren Namen verpasst bekam.

Das Gewicht des Boliden wollen die Hochschüler in Zukunft noch optimieren
Das Gewicht des Boliden wollen die Hochschüler in Zukunft noch optimieren(Bild: Tobias Mittermair)
Der brandneue Flitzer beim Fototermin an der Johannes Kepler Universität
Der brandneue Flitzer beim Fototermin an der Johannes Kepler Universität(Bild: JKU Racing)

Vollgas bei Entwicklung
Nicht erst bei den Bewerben geben die Linzer mit dem allradbetriebenen Stromer-Monster Vollgas: „Unser Team wurde erst im Mai 2025 gegründet. Vor rund einem Jahr haben wir bei null mit der Entwicklung begonnen, und jetzt ist es fast fertig“, so Teamchef Christian Lurger (25). Sehr ambitioniert: „Die Kombination aus Elektro und Allradantrieb ist viel komplizierter als ein hinterradgetriebener Verbrenner“, erklärt der Mechatronik-Masterstudent. Insgesamt sind Studentinnen und Studenten aus 22 verschiedenen Studienrichtungen an dem Projekt beteiligt.

Eine wahre Rakete haben die Studenten auf die Beine bzw. Räder gestellt
Eine wahre Rakete haben die Studenten auf die Beine bzw. Räder gestellt(Bild: Tobias Mittermair)
An Abtrieb mangelt es dem Boliden nicht – und den braucht er auch.
An Abtrieb mangelt es dem Boliden nicht – und den braucht er auch.(Bild: JKU Racing)
Mit frechem Spruch und „Arschgeweih“ schicken die Linzer das Monster ins Rennen
Mit frechem Spruch und „Arschgeweih“ schicken die Linzer das Monster ins Rennen(Bild: JKU Racing)

Letzte Tests stehen bevor
Rund 80 Studierende sind an dem Projekt beteiligt. Das Rennteam wird im ersten Jahr noch finanziell von der Uni unterstützt, trifft Entscheidungen aber unabhängig. Der erste Bewerb findet ab dem 9. Juli in der Schweiz statt, bis dahin stehen noch einige Tests an.

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