Schluss mit der nervigen Auspackerei von Flüssigkeiten und Elektronik: Am Flughafen Wien darf ab Freitag endlich deutlich mehr im Handgepäck bleiben.
Wer heuer über den Flughafen Wien in den Urlaub fliegt, darf sich, wie bereits berichtet, über eine spürbare Erleichterung freuen. Pünktlich zum Ferienbeginn werden ab kommenden Freitag an allen zentralen Sicherheitskontrollen des Flughafens modernste CT-Scanner eingesetzt.
Kein lästiges Auspacken
Für Passagiere bedeutet das: Laptops, Tablets, Handys und sogar Flüssigkeiten können künftig im Handgepäck bleiben – das lästige Auspacken an der Kontrollschleuse gehört damit großteils der Vergangenheit an.
Mittels 3D-Bildern wird das Gepäck durchleuchtet
Der Flughafen investierte rund 25 Millionen Euro in die neue Technologie und schaffte dafür insgesamt 35 hochmoderne CT-Scanner an. Die Geräte erstellen detaillierte 3D-Bilder des Handgepäcks und unterstützen die Sicherheitskräfte mit intelligenter Software bei der Erkennung möglicher Gefahrenstoffe. Das sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für einen deutlich schnelleren und komfortableren Ablauf.
Gelockerte Flüssigkeitsregelung
Neu ist auch die gelockerte Flüssigkeitsregelung: Statt der bisher üblichen kleinen Behälter dürfen Reisende künftig Flüssigkeiten bis zu einem Volumen von zwei Litern im Handgepäck mitführen. Einzelne Gegenstände wie Lebensmittel, Honig, Marmeladen oder Thermoskannen können allerdings weiterhin vereinzelt Nachkontrollen auslösen.
„Unkomplizierter und effizienter“
„Mit der vollständigen Inbetriebnahme der neuen CT-Scanner machen wir den bisweilen nervigen, aber notwendigen Sicherheitscheck rechtzeitig zur Urlaubszeit wesentlich unkomplizierter und effizienter. Wir sind von allen heimischen Flughäfen die ersten, die dieses Service anbieten können“, versichert Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger. Für das erste große, kommende Ferienwochenende rät er wegen des zu erwartenden vermehrten Passagierandrangs dennoch, mehr Zeit für Anreise, Check-in sowie Sicherheits- und Grenzkontrollen einzuplanen.
Koffer und andere Gepäckstücke wurden im vergangenen Jahr im Flughafen Schwechat durchleuchtet. Dazu kamen noch sechs Millionen Pakete.
Wichtig ist außerdem für alle Passagiere: Noch längst nicht alle internationalen Flughäfen verfügen über die neue CT-Technologie. Wer umsteigt oder die Heimreise antritt, sollte sich daher vorab über die jeweils geltenden Sicherheitsbestimmungen im Ausland informieren.
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