Überraschende Wende

Landwirt lenkt ein! Krisen-Skigebiet ist gerettet

Salzburg
30.06.2026 14:07

Die Lifte am Abtenauer Karkogel fahren doch weiter! Das krisengebeutelte Skigebiet stand vor dem Aus, nach stundenlangen Verhandlungen ist jetzt aber klar: Der Raiffeisenverband Salzburger übernimmt die Bergbahnen und will kräftig investieren. . . 

Ein allerletztes Mal marschierten Vertreter des Raiffeisenverbands am Dienstag bei Landwirt Josef Grünwald auf. Ein allerletztes Mal versuchte man den Abtenauer umzustimmen – und hatte tatsächlich Erfolg! Nach stundenlangen Verhandlungen schwenkte Grünwald um, unterschrieb nun doch einen langfristigen Pachtvertrag mit den Bergbahnen. Damit ist klar: Das Pleite-Skigebiet ist gerettet, der Raiffeisenverband übernimmt und will kräftig investieren. „Das Wunder ist tatsächlich passiert“, schnaufte Bergbahnen-Geschäftsführer Franz Pendl durch. „Der Druck auf den Landwirt war in den vergangenen Tagen immens“, meinte Pendl.

Noch am Montagabend marschierten knapp 500 Abtenauer am Areal der Talstation der Karkogel-Kombibahn auf – und wünschten sich lautstark eine Zukunft für ihren Hausberg.

Dem Vernehmen nach will Raiffeisen in den kommenden Jahren knapp 5,5 Millionen Euro investieren, etwa in den Ausbau des bestehenden Bescheiungssystems. Die übrigen Grundbesitzer hatten diesen Plänen bereits vor Wochen zugestimmt. Im Februar war das Skigebiet in die Pleite geschlittert – mehr als vier Millionen Euro Schulden hatte man angehäuft.

Heuer bleiben die Sommerrodeln im Lager
Sommerbetrieb dürfte es in diesem Jahr wohl keinen geben, geplant war dieser eigentlich noch in dieser Woche. „Das ist der Wermutstropfen“, meint hierzu Raiffeisen-Sprecher Sigi Kämmerer. Künftig will man den Fokus allerdings sehr wohl auf einen Ganzjahresbetrieb lenken. „Und das nicht nur mit der Sommerrodelbahn“, heißt es. Und: Eine schon in der Vergangenheit angedachte Fusion mit der Skischaukel Dachstein-West ist – zumindest vorerst – kein Thema.

Masseverwalter Markus Stranimaier muss nun die verbliebenen Mitarbeiter nicht kündigen. Raiffeisen selbst will mit allen Betroffenen sprechen. „Ich bin abernicht mehr dabei. Es braucht einen Neustart“, betont Pendl. Künftig werden Ernst Brandstätter und Bernhard Tomasi bei den Bergbahnen das Sagen haben.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung