Der Preis für Stundenkarte für eine Zone steigt heute, 1. Juli, auf 3,30 Euro, 24 Stunden kosten 7,20 Euro. Auch das Klimaticket Steiermark wird teurer – und ist dennoch so beliebt wie noch nie.
Wer ab heute ein Ticket für eine Straßenbahnfahrt in Graz zieht, muss 10 Cent mehr dafür berappen: Statt 3,20 Euro kostet das Ticket ab 1. Juli 3,30 Euro. Das betrifft übrigens nicht nur die Landeshauptstadt, sondern auch alle anderen Zonen in der Steiermark. Der ermäßigte Preis von 2,10 Euro bleibt unverändert. Für 24 Stunden zahlt man künftig 20 Cent mehr (7,20 Euro), der Zehnerblock kommt auf 21 Euro.
Der Preis für das Klimaticket Steiermark, das 2023 die Grazer Jahreskarte ersetzte, klettert von 514 auf 532 Euro – ein Plus von 18 Euro. Die Erhöhung orientiert sich am Verbraucherpreisindex und liegt bei 3,5 Prozent.
So viele Klimatickets wie nie im Umlauf
Nichtsdestotrotz erfreut sich das Ticket weiter großer Beliebtheit: „Noch nie hatten wir so viele aktive Klimatickets“, heißt es vom Verkehrsverbund Steiermark. 102.511 regionale Karten waren per Ende April in der Steiermark aktiv, mehr als die Hälfte, nämlich 56.363, sind von der Stadt Graz gefördert. Wer dort den Hauptwohnsitz hat, bekommt 100 Euro Ermäßigung. Dazu kommen 19.816 Klimatickets in der Steiermark, die für ganz Österreich gelten.
Preis liegt im Mittelfeld
Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt die Steiermark mit dem neuen Preis übrigens im mittleren Bereich. Die Wiener Jahreskarte kostet 461 Euro, das Klimaticket Salzburg 399 Euro, jenes für Tirol 625 und für Oberösterreich 703 Euro.
Keine Lösung für Grenz-Problem in Sicht
In Kärnten zahlt man für ein Klimaticket 449 Euro – wer ein solches und das steirische Pendant besitzt, kann allerdings nicht durch den Koralmtunnel fahren, sondern muss für die Grenze ein eigenes Ticket lösen (wir haben berichtet). Noch immer ist dazu keine Lösung in Sicht, heißt es aus dem Büro der steirischen Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ). „Das Klimaticket Österreich bietet für Verbundgrenzen überschreitende Fahrten jedoch schon jetzt ein sehr attraktives Angebot“ – das kostet mit 1400 Euro allerdings 419 Euro mehr als die beiden Regionalkarten zusammen.
„Jede Preiserhöhung ist eine Last für Pendler“, sagt Pendlerobmann Walter Semlitsch dazu. Je teurer das Ticket, desto genauer würde man sich überlegen, nicht doch mit dem Auto zu fahren – vor allem bei Verspätungen und überfüllten Zügen.
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