Der Sparkurs, den WKÖ-Präsidentin Martha Schulz österreichweit für die Wirtschaftskammer verordnet hat, hinterlässt auch in Kärnten Spuren. Einerseits wird die Kammerumlage 2 in den kommenden Jahren gesenkt, andererseits bringt das ein Sparprogramm mit sich – inklusive Stellenabbau.
Des einen Freud, des anderen Leid: Dieses Motto zeigt sich auch beim angekündigten Sparprogramm der Kärntner Wirtschaftskammer (WKK). Denn während die Wirtschaftsvertreter den Gürtel enger schnallen müssen, führt dies zu einer Entlastung der Unternehmen. Nämlich in der Höhe von 5,2 Millionen Euro – einem Beschluss des erweiterten Präsidiums der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) folgend.
„Schlankere Vertretung“
„Ein umfassender, österreichweiter Nachdenk- und Reformprozess hat ein herzeigbares Ergebnis gebracht“, betont WKK-Präsident Jürgen Mandl. „Wir schaffen die Rahmenbedingungen für eine noch schlankere und schlagkräftige Vertretung.“ Und die geplante Verschlankung ist durchaus ambitioniert – auf gut ein Siebentel der gesamten Einnahmen von jährlich rund 37 Millionen Euro wird die WKK verzichten müssen.
Kammerumlage sinkt
Denn diese kommen zu einem überwiegenden Teil aus der sogenannten „Kammerumlage 2“, die sich aus der Lohnsumme der beschäftigten Mitarbeiter eines Unternehmens berechnet. „Das Umlagenvolumen sinkt von 27,7 auf 22,5 Mio. Euro jährlich“, erklärt Mandl. „Mit einem ersten Schritt 2028 und voller Wirksamkeit ab 2030 entlasten wir damit die Kärntner Wirtschaft um 5,2 Mio. Euro pro Jahr.“ Das schlägt sich auf der anderen Seite in der Organisation der Kammer nieder.
30 Mitarbeiter weniger bis 2027
„In Summe reduzieren wir den Personalstand wie bereits kommuniziert im Zeitraum 2025 bis 2027 um 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so WKK-Direktor Meinrad Höfferer. „Das macht natürlich eine Anpassung interner Abläufe erforderlich.“ Im Vorjahr wurden schon 14 Mitarbeiter abgebaut – Kündigungen soll es keine geben. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir mit natürlichen Abgängen das Auslangen finden“, beruhigt Höfferer.
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