Bundesland-Barometer stellt Kärnten ein schlechtes Zeugnis aus: Zu viele Tötungen, zu wenig Prävention, Kontrolle und Steuerung. Ein „Mitarbeits-Plus“ gibt es beim Umgang mit den Seeadlern.
Seeadler, Biber, Fischotter, Luchs und Wolf haben es in Österreich nicht gerade leicht. Die Wildtiere sind geschützt und stehen gleichzeitig auf der Abschussliste vieler. Deswegen ist das Monitoring und das Management rund um den Artenerhalt Tierschützern besonders wichtig. Seit sechs Jahren sammelt der WWF Daten in Österreich. Seit 2020 wurden 1200 Tiere in Österreich getötet.
Zu wenig Prävention
Kärnten schneidet dabei besonders schlecht ab: Prävention gibt es nur in wenigen Fällen, Entnahmen aber einige. Beim Biber wurde das Entnahme-Kontingent mittlerweile auf 148 Tiere erhöht, beim Fischotter fehlt seit 2018 ein Managementplan. 55 Tiere dürfen im Jahr mit sogenannten „Conibear-Fallen“ getötet werden, die in vielen europäischen Ländern sogar verboten sind.
Umgang mit Seeadlern ist positiv
Auch bei Luchs und Wolf fehlen genaue Überwachungen der Population. Das größte Problem für die Tierschützer: Tiere kennen keine Grenzen und trotzdem gelten für alle Bundesländer unterschiedliche Regeln und Gesetze. „Gerade die Unterschiede zwischen den Bundesländern zeigen, warum es dringend eine bundesweit abgestimmte Strategie braucht, die das EU-Naturschutzrecht respektiert“, sagt WWF-Expertin Sarah Layendecker.
Ein einziges „Mitarbeits-Plus“ gibt es für den Umgang mit Seeadlern. „Artenschutz ist möglich, wenn Monitoring, Schutzmaßnahmen und die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und Naturschutz funktionieren.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.