Die Grazer NEOS mussten einen halben Prozentpunkt einbüßen – obwohl ihnen teils acht Prozent in Umfragen beschert wurden, landen sie bei nicht einmal fünf Prozent. Man wolle nun „analysieren und weiterschauen“.
Im Café Promenade ist es für einen Sonntagnachmittag sehr ruhig. Kurz nach der ersten Hochrechnung wird es in dem beliebten Grazer Lokal nicht unbedingt lauter. Denn die NEOS, die am Sonntag hier ihre Zelte oder eher ihren pinken Sonnenschirm aufgeschlagen haben, wollen zwar feiern, doch der Grund dafür fehlt. Gerade die beiden Mandate, die man bisher schon hatte, kann man nach diesem Sonntag halten. Die Getränke auf den Tischen bieten nicht nur in der stechenden Hitze, sondern auch bei diesem Wahlergebnis Abkühlung. Die Atmosphäre ist still.
Großer Dank und Blick auf das „volle Glas“
Landesgeschäftsführerin Lena Berner sagt zur „Krone“: „Ich möchte mich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken. Wir sehen das Glas immer halb voll statt halb leer. Wir werden im Gemeinderat weiter die kontrollierende Kraft sein, die den anderen auf die Finger schaut.“ Das Duell um Platz zwei wäre sehr inszeniert gewesen, das hätte den kleineren Parteien geschadet, ist Berner überzeugt.
Als Spitzenkandidat Philipp Pointner bei seinen Parteifreunden eintrifft, bedankt er sich ebenso bei „allen, die geholfen haben“. Ein bisschen will er am Sonntag trotzdem noch feiern, auch wenn sich kein drittes Mandat ausgeht. „Wir müssen jetzt analysieren und weiterschauen“, sagt er.
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