Erster Arbeitstag

Klopp zum Einstand: „Ein bisschen beleidigt“

Fußball International
16.08.2026 07:23
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Das hat mich ehrlicherweise ein bisschen beleidigt“, sagte Jürgen Klopp an seinem ersten Arbeitstag als neuer deutscher Bundestrainer. Gemeint ist damit die Transferposse um den deutschen Spieler Said El Mala.

Der steht aktuell (noch?) beim FC Köln unter Vertrag, wird aber von einigen Top-Klubs umworben. Unter anderem soll sich Borussia Dortmund um den Flügel- und Mittelfeldmann bemüht haben (auch wenn die Schwarz-Gelben inzwischen wohl ihr Angebot zurückgezogen haben). Medial und vor allem sozial-medial war in diesem Kontext postuliert worden, Klopp hätte seine Beziehungen zu seinem Ex-Klub Dortmund spielen lassen und für den El-Mala-Transfer interveniert haben.

Wohin verschlägt‘s Said El Mala?
Wohin verschlägt‘s Said El Mala?(Bild: AFP/APA/Alexandra BEIER)

„Bin nicht so dämlich“
Eine interessante These, die nur, so Klopp in seinem Einstands-Interview mit dem DFB-eigenen Videosender, nichts zu tun hat. „Es hat mich so ein bisschen auch beleidigt“, holt Klopp aus, „dass die Leute denken, ich wäre so dämlich, um in meiner ersten Amtshandlung einen Spieler anzurufen und ihm zum Wechsel zu Dortmund zu raten. Habe ich natürlich nicht gemacht, das ist nicht meine Aufgabe.“ Er habe noch nicht einmal angefangen, mit Spielern zu reden. Der neue deutsche Teamchef weiter: „Sollte ich für längere Zeit schon mit einem Spieler zusammenarbeiten und er kommt zu mir und fragt mich, was ich in einer gewissen Situation machen würde, würde ich ihm jederzeit einen Ratschlag geben, der nicht davon gefärbt ist, ob ich bei einem Klub gearbeitet habe oder nicht.“

Klopps Einstands-Interview mit DFB-TV sehen Sie hier in voller Länge:

„Wie Fliegen über Honig“
Auch Thema in diesem Gespräch: seine erste Pressekonferenz als Bundestrainer, in der er den Medienschaffenden gleich einmal das, wie‘s österreichisch hieße, Gestell räumte. Klopp mit dezentem Bedauern auf diesen Auftritt zurück. „Es hat mir nicht so richtig gefallen, dass ich überhaupt ermöglicht habe, diese ‘Medienschelte‘ als Überschrift zu nehmen. „Das war mein Fehler“, so Klopp. Tatsächlich sei es ihm aber sehr wohl um den Schutz seiner Familie gegangen. Denn nach seinem Aus bei Liverpool 2024 sei die Boulevardpresse über seine Familie hergefallen „wie Fliegen über Honig“. Und das werde er nicht noch einmal zulassen.

Erstmals richtig ernst wird‘s für Klopp am 24. September. Dann trifft Deutschland unter seiner Führung in der Nations League auf die Niederlande.

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