Schreckliche Szenen

Mann in Wiener Park von Unbekannten totgeprügelt

Wien
28.06.2026 12:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schreckliche Szenen haben sich am späten Samstagabend in einem Park im Wiener Bezirk Donaustadt abgespielt. Ein Mann und eine Frau wurden Opfer zweier Unbekannter, die auf einem E-Scooter unterwegs waren. Sie wurden geschlagen und ausgeraubt – der Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Spital starb.

Schreie einer Frau hallten am Abend kurz nach 23 Uhr durch die Nacht. Diese kamen aus einem Park bei der Zieritzgasse in Donaustadt. Ein Zeuge, der die Schreie gehört hatte, wählte sofort den Notruf. Als die Polizei im Park eintraf, entdeckten die Beamten einen Mann und eine Frau reglos und schwer verletzt auf einer Wiese.

Schwerste Kopfverletzungen letztlich tödlich
„Da bei dem Mann zunächst weder Puls noch Atmung festgestellt werden konnten, begannen die Einsatzkräfte sofort mit Reanimationsmaßnahmen“, teilte Polizeisprecher Philipp Haßlinger am Sonntag mit. Nach der Erstversorgung habe der Mann – er besitzt laut „Krone“-Informationen mehrere Identitäten – durch Kräfte der Wiener Berufsrettung stabilisiert werden können. Er wies schwere Kopfverletzungen auf und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort allerdings verschlechterte sich offenbar sein Gesundheitszustand – das Opfer starb in den frühen Morgenstunden aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas.

Mann und Frau als Täter
Der Mann und seine Begleiterin waren Ermittlungen zufolge von zwei Unbekannten – ebenfalls ein Mann und eine Frau – zunächst angepöbelt worden, die Täter waren mit E-Scootern unterwegs. Gleich darauf kam es zum Gewaltexzess. Das männliche Opfer, es dürfte sich um einen Algerier handeln, wurde in weiterer Folge mit Fäusten traktiert. Die Schläge trafen ihn ins Gesicht und gegen den Kopf. Angreifer war offenbar der männliche Täter. 

Zur Tat kam es bei der Abenteuerwiese im Wiener Bezirk Donaustadt
Zur Tat kam es bei der Abenteuerwiese im Wiener Bezirk Donaustadt(Bild: APA/TOBIAS STEINMAURER)

Auch vor der Frau machte dieser nicht halt, sie wurde ebenso geschlagen, bedroht – und aufgefordert, Bargeld zu übergeben. „Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung“, so der Sprecher.

Die Polizei hofft jedenfalls auf Hinweise. Etwa durch Einvernahme von Anrainern und Ohrenzeugen. Auch die Videoaufnahmen der nahen U-Bahn-Stationen werden überprüft. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Keine Zufallstat?
Laut „Krone“-Infos könnte es sich bei dem Überfall auch um einen geplanten Raub gehandelt haben, das spätere Todesopfer dem Suchtmittelmilieu zuzuordnen sein. Es war bereits einschlägig bekannt.

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