Der dramatische WM-Showdown gegen Algerien (3:3 in letzter Sekunde) hat auch bei ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick Spuren hinterlassen. „Sowas habe ich nicht mal im Entferntesten erlebt“, zeigt sich der Deutsche beinahe fassungslos. Der Erfolg dürfe nun erst einmal gefeiert werden – erst dann folgt die Analyse.
„Normal ist man nach so einem 2:3 in der Nachspielzeit erledigt“, so Rangnick nach dem Match im ORF-Interview. Am Ende kam es aber anders – das große Last-Minute-WM-Wunder der ÖFB-Elf hat auch beim Teamchef Spuren hinterlassen: „Unglaublich. Sowas habe ich noch nie erlebt. Dass wir diese Chance dann nochmal nutzen – wirklich unglaublich.“
Dabei schien es nach dem 2:2 auf einen „Waffenstillstand“ hinauszulaufen – immerhin reichte ein Remis sowohl den Algeriern als auch den Österreichern zum Weiterkommen. Dass Riyad Mahrez in der 93. Minute dann noch einen Treffer erzielte, war ein Schock. „Wir haben dann schnell den Wechsel vollzogen“, erklärt Rangnick, der dabei ein goldenes Händchen bewies. Denn es war Sasa Kalajdzic den der 67-Jährige brachte – und der schaffte in der letzten Sekunde noch den erlösenden Ausgleich.
Jetzt warten die Spanier
Rangnicks Gedanken in diesen dramatischen Schlussminuten? „Fragt mich bitte nicht“, so der grinsende Fußballlehrer. Nun ist vorerst Feiern angesagt. „Das Spiel hätte auch 6:6 ausgehen können. Defensiv hat da natürlich nicht alles gepasst. Auch hatten viele Spieler mit dem Klima zu kämpfen und waren läuferisch am Limit. Aber das analysieren wir morgen. Jetzt dürfen wir diesen außergewöhnlichen Erfolg erstmal feiern“, so Rangnick.
Nach den Feierlichkeiten steht schließlich die Vorbereitung zum Sechzehntelfinale-Kracher gegen Spanien (Donnerstag ab 21 Uhr – im sportkrone.at-Liveticker) an.
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