Bei seiner Eröffnungsrede um 16 Uhr stand Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) nur vor einer Handvoll Menschen auf der Bühne am Platzl. Der glühende Asphalt der Straße hielt viele von einem zu frühen Besuch am Freitagnachmittag ab.
Erst als die Sonne schon untergegangen war, füllte sich die Altstadt langsam. Um 22 Uhr, also kurz vor Schluss des Festes, ging die Party inoffiziell eigentlich erst richtig los.
Die Staatsbrücke verwandelte sich in eine belebte Kulinarikmeile, herumziehende Künstler zeigten ihr Können und die Stimmung der Besucher war am Höhepunkt. Viele wollten das Ende des ersten Festtages um 22 Uhr gar nicht wahrhaben. „Wir haben die Musik aus der Ferne gehört und sind neugierig geworden, was hier los ist“, erzählen Zoja und Izidor. Sie sind aus Slowenien und in Salzburg auf Urlaub.
Aber auch viele Einheimische verschlug es am langsam kühler werdenden Freitagabend in die Altstadt. „Wir konnten letztes Jahr nicht dabei sein und wollten uns das Stadtfest deshalb heuer unbedingt gemeinsam anschauen“, erzählen drei Freundinnen aus Salzburg. Dennoch konnte das Stadtfest an seinem Auftakttag nicht so viele Leute wie vergangenes Jahr anlocken. Viele läuteten ihr Wochenende wohl doch lieber am See ein.
Auch heute und am Sonntag sind Warnungen der Wetterdienste vor extrem hohen Temperaturen weiterhin aufrecht. Bis zu 40 Grad werden stellenweise erwartet. Aber auch das Stadtfest will heute und am Sonntag noch einen drauflegen und lockt unter anderem mit einem Auftritt von Lemo und der großen Feuer-Wasser-Show am Abend.
Am Samstag gibt es allerdings Party-Konkurrenz aus Hallein: auch dort geht ein Stadtfest über die Bühne. „Bei uns kann bis zwei Uhr in der Früh gefeiert werden“, sagt Tourismus-Chef Rainer Candido. In Salzburg-Stadt wird der Stecker bereits jeweils wieder um 22 Uhr gezogen.
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