Rettungsfonds

Kosten haben sich in zehn Jahren verdreifacht

Vorarlberg
27.06.2026 08:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Während die Ausgaben für den Rettungsfonds seit 2015 von sechs auf über 22 Millionen Euro hochgeschnellt sind, hinken dringend notwendige Reformen jahrelang hinterher. Eine aktuelle Neos-Anfrage zeigt nun, dass verbindliche Leistungsverträge mit wichtigen Rettungsorganisationen massiv verzögert werden – für die Opposition ein finanzpolitischer Blindflug auf Kosten der Steuerzahler.

Das Vorarlberger Rettungswesen steht vor massiven finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Gab das Land im Jahr 2015 noch rund sechs Millionen Euro für den Rettungsfonds aus, so sind es im Jahr 2025 bereits über 22 Millionen Euro. Trotz dieser Kostenexplosion hinken wichtige Reformen dem Zeitplan hinterher – das zeigt die Beantwortung einer aktuellen Anfrage der Neos.

Empfehlungen nach zwei Jahren noch immer nicht umgesetzt
Bereits im Juli 2024 hatte der Landesrechnungshof Mängel bei der Steuerung und Finanzierung kritisiert und verbindliche Leistungsvereinbarungen mit den Rettungsorganisationen angemahnt. Die Verantwortlichen sollten daraufhin festlegen, welche Qualitätsstandards und Leistungen mit Steuergeldern finanziert werden. Während der Abschluss mit dem Roten Kreuz immerhin in der Endphase liegt, wurde der Prozess bei der Bergrettung, Wasserrettung und dem Samariterbund erst eingeleitet. Die Verträge sollen erst im Oktober 2026 vorliegen – geplant war ursprünglich November 2025! „Das Land gibt über 22 Millionen Euro aus, ohne verbindlich festgelegt zu haben, welche Leistung es dafür bekommt“, kritisiert die pinke Landtagsabgeordnete Fabienne Lackner.

Unverständlich ist für sie auch die Budgetplanung für das laufende Jahr: Für 2026 veranschlagt das Land weniger Geld für den Rettungsfonds als 2025 ausgegeben wurde. Und das, obwohl die Landesregierung von einer Zunahme der Einsätze ausgeht. Lackner und ihre Mitstreiter fordern nun eine realistische Kostenprognose bis zum Jahr 2030.

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