Nachspielzeit nicht am Fußballplatz, sondern im Salzburger Landesgericht für einen Stürmer eines Salzburger Fußballvereins: Anfang April hatte der Türke bei einem Unterhaus-Ligaspiel gleich zwei Gegenspieler attackiert. Für diese Aktion am Fußballplatz soll er jetzt in die Gefängniszelle.
Der angeklagte Kicker hatte bei einem skandalösen Spiel der 2. Klasse Süd mit vier Roten Karten komplett die Nerven verloren. Nach einem strittigen Foul gegen Ende des Spiels attackierte er gleich zwei Gegenspieler: Einen warf er in Ringer-Manier um und brach ihm dabei die Hand. Einem zweiten Spieler der gegnerischen Mannschaft verpasste er einen Faustschlag.
Danach schritt er aggressiv auf den Schiedsrichter zu, der ihn vom Platz verwies. Diese Aktion brachte dem Kicker nicht nur eine Sperre des Fußballverbandes bis 2027 ein, er musste sich am Donnerstag vor der Richterin erklären – wegen schwerer Körperverletzung. Der Türke mit sechs einschlägigen Vorstrafen legte ein Geständnis ab. Aufgrund seines kriminellen Vorlebens galt er als Rückfallstäter – das wirkte strafverschärfend. Er wurde nicht rechtskräftig zu 24 Monaten teilbedingter Haft, acht davon unbedingt, verurteilt. Opfer-Anwalt Peter Macheiner bekam für die attackierten Spieler 2400 Euro zugesprochen.
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