Kurz vor der Gemeinderatswahl am Sonntag gibt‘s den nächsten Twist in der Grazer Stadion-Frage: Sturm und GAK machen der Stadt ein neues Angebot – „die optimale Lösung für den Steuerzahler“, wie sie betonen.
Bitte warten, heißt’s weiter in der Grazer Stadion-Frage. Wie berichtet, wartet man im Rathaus auf eine schriftliche Finanzierungszusage des Landes, während man in der Burg auf die dafür nötigen Details der Stadt verweist. Eine Patt-Situation, die bei Fußballfans von Schwarz und Rot nur noch für Ärger sorgt.
Bei der „Krone“-Elefantenrunde zur Graz-Wahl zeigte sich die grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner dennoch optimistisch, dass es in den nächsten fünf Jahren mit der neuen Arena klappt. „Bis dahin geht sich das aus – es fehlt ja nur noch die Zusage vom Land.“ Stadtchefin Elke Kahr ist nicht ganz so euphorisch: „Hundertprozentig versprechen kann ich es nicht, aber ich würde es mir wünschen.“ Ihre KPÖ stieg beim Stadion ja schon bisher am energischsten auf die Bremse.
Stadt muss nicht mitzahlen
Nun wagten Sturm und GAK aber einen neuerlichen Vorstoß. In einem Brief an Finanzstadtrat und Kahrs KPÖ-Genossen Manfred Eber haben die Präsidenten Christian Jauk und René Ziesler „das günstigste Angebot für die Stadt und die optimale Lösung für den Steuerzahler hinterlegt“, wie Jauk betont. Demnach wollen die beiden Klubs das Baurecht in Liebenau – die Stadt bliebe Eigentümer, würde sich aber die 30 Millionen Euro für den Umbau sparen. Diesen wollen Sturm und GAK aus eigener Tasche und mit Investoren stemmen.
Es ist dies ein neuerlicher, gemeinsamer Versuch der Erzrivalen, endlich Tempo ins Stadion-Match zu bringen. Für Jauk ist jedenfalls klar, dass dieses Offert eigentlich nicht abzulehnen ist. „Wir würden ja auch den jährlichen Abgang übernehmen.“ Es sei denn natürlich, man will in gewissen Rathaus-Büros das Stadion gar nicht.
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