Vor allem Mehrheit der Männer in der steirischen Landeshauptstadt votierte für Umbau der in die Jahre gekommenen Arena in Liebenau. Das neue Stadion in Linz sorgt pro Jahr für 78.000 zusätzliche Nächtigungen und sichert 1.600 Arbeitsplätze.
Mehr als 6000 Menschen haben bei der großen Leserbefragung der „Krone“, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut IFDD, im März teilgenommen – und haben damit zu den wichtigsten Themen in der Grünen Mark Stellung bezogen. Eine Frage, die vor allem in der Landeshauptstadt vielen unter den Nägeln brennt, ist, wie es mit dem Grazer Stadion weitergeht.
Wie berichtet, gibt es da aktuell zwischen Land und Stadt bei der Finanzierung der veranschlagten rund 70 Millionen Euro leichte „Auffassungsunterschiede“, doch im Rathaus hält man daran fest, dass der Um- und Ausbau mit einem Planungsbeschluss im Mai auf Schiene gebracht werden soll. Aber wie halten es die Steirer mit dem Riesen-Projekt? „Sollen Stadt Graz und Land Steiermark gemeinsam rund 70 Millionen Euro für den Ausbau des Liebenauer Stadions aufwenden“, wollten wir deshalb wissen.
SPÖ-Wähler klar für Stadion, Kommunisten deutlich dagegen
Insgesamt waren 59 Prozent der 6380 Befragten dagegen (33 Prozent stimmten mit „Ja“). Anders das Bild in Graz: Von den dort wohnenden 1803 Teilnehmern waren 48 Prozent dagegen und 46 Prozent dafür (siehe Grafik). Bei den Männern lag die Zustimmung sogar bei 51 Prozent, während es bei den Frauen 41 Prozent waren. Die größte Zustimmung bei den politischen Lagern gibt’s übrigens bei der SPÖ: 55 Prozent jener Personen, die bei der letzten Landtagswahl die Sozialisten gewählt haben, stimmten für den Umbau – bei der ÖVP sind’s auch noch 50 Prozent. Es folgen: Neos (48), FPÖ (38) und Grüne (33) – am geringsten fällt die Zustimmung bei der KPÖ mit 30 Prozent aus.
Linzer Stadion bringt 128,8 Millionen Euro pro Jahr
Spannend sind diesbezüglich die Ergebnisse einer Studie der deutschen SLC Management zur Raiffeisen Arena in Linz, die in dieser Woche veröffentlicht wurden. 5677 Stadionbesucher wurden dafür befragt. Demnach werden durch die im Jahr 2024 eröffnete Heimstätte des LASK regionalökonomische Effekte von 128,8 Millionen Euro jährlich generiert. Allein an Steuereffekten werden 3,7 Millionen Euro pro Jahr schlagend. Auch beachtenswert: Stolze 78.000 zusätzliche Nächtigungen werden dadurch generiert – 1600 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt am Stadion.
„Diese Studie zeigt, welche Kraft im Sport für unseren Standort steckt – und wie entscheidend die Raiffeisen Arena dafür ist“, ist Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) überzeugt.
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