Seit März ist die Stadt mit einem Radarauto auf Raserjagd. Das Kontrollfahrzeug zahlt sich für das Strafamt bereits aus: Tausenden Temposündern flatterte schon ein Strafzettel ins Haus. Die Einnahmen liegen im sechsstelligen Bereich.
Die Zahlen sind besorgniserregend“, sagt der neue Bürgermeister-Stellvertreter Christoph Brandstätter (ÖVP) mit Blick auf die Auswertung des neuen Radarautos der Stadt Salzburg. Allein von März bis Juni des heurigen Jahres stellte das in einem zivilen Fahrzeug eingesetzte Messgerät 6684 Geschwindigkeitsübertretungen an mehreren neuralgischen Punkten in der Stadt fest. Die Tempovergehen wurden allesamt zur Anzeige gebracht. Der ärgste Raser war mit 121 km/h im Ortsgebiet unterwegs.
Kosten von 54.000 Euro sind bereits herinnen
„Die hohe Zahl der festgestellten Überschreitungen bestätigt den eingeschlagenen Weg, die mobile Geschwindigkeitsüberwachung gezielt zu verstärken“, sagt Brandstätter.
Meine Botschaft ist klar: Wer in Salzburg rast, wird erwischt! Die Kontrollen sollen Menschenleben schützen.

Christoph Brandstätter, Vizebürgermeister (ÖVP)
Bild: Salzburger Volkspartei/Horn
Für die Stadt hat das neue Gerät mehrere Vorteile. Es muss nicht von Mitarbeitern vor Ort betreut werden, oftmals in nächtlichen Überstunden. Der übliche Gewöhnungseffekt wie bei fix installierten Radarkästen tritt nicht ein. Die Verlegung des Geräts ist viel einfacher. Die meisten Tempovergehen konzentrierten sich in den ersten drei Monaten auf ein paar neuralgische Raserstrecken wie Aribonen-, Imberg-, Maxglaner Haupt- und Schwarzstraße.
Finanziell zahlt sich die Anschaffung schon längst aus. Das Radargerät kostete die Stadt exakt 53.928 Euro. Legt man die Mindeststrafe von 30 Euro auf die fast 6700 Überschreitungen um, kommt man bereits auf vorgeschriebene Strafgelder in der Höhe von mehr als 200.000 Euro.
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