Charles III. will als erster britischer König seine Steuerzahlungen offenlegen. Ziel sei eine größere Transparenz, berichteten britische Medien am Wochenende unter Berufung auf den Buckingham Palace. Der König habe diesen Schritt ausdrücklich gewünscht.
„Unser Ziel ist es, alle Elemente der königlichen Finanzen so zu erklären, dass mehr Klarheit und Zugänglichkeit entsteht“, wurde ein Sprecher zitiert. „Um es einfach auszudrücken: Wir modernisieren und entwickeln uns weiter.“
Queen Elizabeth zahlte freiwillig Steuern
Die britischen Könige und Königinnen müssen laut Gesetz keine Einkommenssteuer, keine Kapitalertragssteuer und keine Erbschaftssteuer zahlen. Königin Elizabeth II. begann aber 1993 damit, freiwillig Einkommenssteuern und Kapitalertragssteuern zu entrichten.
Charles wiederum hatte in seiner Zeit als Prinz of Wales, bevor er 2022 nach dem Tod seiner Mutter den Thron bestieg, seine Steuerzahlungen offengelegt. Die britische Rundfunkanstalt BBC berichtet nun, die Steuerzahlungen des Königs sollten am Donnerstag als Teil des Berichts über die königlichen Finanzen veröffentlicht werden.
Mehr Transparenz gefordert
Im Zuge des Skandals um den früheren Prinzen Andrew ist der Druck auf das Königshaus gestiegen, transparenter bei seinen Finanzen zu sein.
Anfang Juni war bekannt geworden, dass der wegen seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Ungnade gefallene Andrew sein Einkommen jahrelang mit der Untervermietung von Cottages auf einem königlichen Anwesen aufbesserte, auf dem er selbst quasi mietfrei wohnte.
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