Rückkehr der Marke

Güssinger: Investoren halten sich weiter bedeckt

Burgenland
23.06.2026 16:00

Die Investoren schweigen weiterhin, doch am ehemaligen Mineralwasserstandort wird gearbeitet: Neue Brunnen entstehen, Flächen wurden zugekauft. Das Comeback der Traditionsmarke rückt näher.

Wer hinter dem Neustart von Güssinger Mineralwasser steht, bleibt weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis. Die Eigentümer treten nach außen nicht auf und geben keine Stellungnahmen ab. Bekannt ist mittlerweile lediglich, dass die Investoren aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Rund um den Firmenstandort in Sulz wird allerdings kräftig investiert.

Vierter Brunnen in Arbeit
Drei neue Brunnen wurden bereits errichtet, ein vierter entsteht derzeit zwischen Sulz und Gamischdorf. Für die bestehenden Brunnen liegen die notwendigen wasserrechtlichen Genehmigungen bereits vor. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Anlage an das Betriebsgelände angebunden werden.

Neue Brunnen statt Stillstand: Die Investoren von Güssinger Mineralwasser treiben das Projekt ...
Neue Brunnen statt Stillstand: Die Investoren von Güssinger Mineralwasser treiben das Projekt weiter voran.(Bild: Privat)

Nicht nur unter der Erde, auch am Standort selbst stehen Veränderungen bevor. Das historische Gebäude der ehemaligen „Vitalquelle“ soll erhalten bleiben. Andere Teile des Areals könnten hingegen einem neuen Produktionsstandort weichen.

Aus dem Umfeld der Investoren heißt es, dass langfristig moderne Produktionsanlagen, nachhaltige Energiekonzepte und eine neue Infrastruktur geplant sind. In den vergangenen Jahren wurden zudem zusätzliche Grundstücke erworben.

Vom Vorzeigebetrieb zur bitteren Pleite
Die Geschichte von Güssinger Mineralwasser ist eine bewegte. Ende 2019 schlitterte das Unternehmen in die Insolvenz, das Sanierungsverfahren scheiterte wenige Monate später. Das Inventar wurde versteigert. Vor knapp drei Jahren übernahmen private Investoren Grundstück, Liegenschaft und Markenrechte. Seitdem wird an der Rückkehr des einstigen Vorzeigebetriebes gearbeitet.

Wann tatsächlich wieder Mineralwasser abgefüllt wird, bleibt weiterhin offen. Fest steht allerdings, dass der Neustart des einstigen Vorzeigebetriebes im Südburgenland mit jedem weiteren Schritt konkreter wird. 

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