Ungewissheit herrscht an der Volksschule St. Nikola an der Donau in Oberösterreich. Das gesamte Personal kehrt mit Schulschluss den 33 Mädchen und Buben den Rücken. Wie es im Herbst weitergehen soll, ist noch unklar. Die ersten Stimmen für eine „geregelte Schließung“ werden laut.
Die Direktorin legt mit August ihren Job zurück, zwei Lehrkräfte ließen sich versetzen: Die dreiklassige Volksschule in St. Nikola an der Donau steht, wie die „Krone“ berichtete, vor massiven Problemen im Herbst. Seitens der Bildungsdirektion heißt es, dass es eine Verpflichtung zum Erhalt des Schulbetriebs gibt und im Notfall Lehrer aus benachbarten Schulen zugeteilt werden müssen.
121 Jahre altes Gebäude
Aus der Elternschaft regen sich auch Stimmen, die für ein „kontrolliertes Zusperren“ sind: Als Gründe werden sinkende Schülerzahlen und vor allem bauliche Mängel am 121 Jahre alten Gebäude genannt. So habe es im vergangenen Schuljahr einen langen Heizungsausfall gegeben.
„Falls die Schule im Herbst 2026 weitergeführt wird und wir alle gezwungen sind, unsere Kinder in die VS St. Nikola zu bringen (ein sprengelfremder Schulbesuch wird abgelehnt), besteht weiterhin das erhebliche Risiko einer Schließung in den Folgejahren“, heißt es in einer Mail an die „Krone“.
Andere Stimmen aus der Elternschaft sind für einen Erhalt der Schule, vor allem, weil diese klein und familiär ist.
„Zwangsweise muss niemand unterrichten“
Wenn in knapp drei Wochen die Ferien beginnen, ist jedenfalls noch unklar, wie im Herbst der Schulbeginn für die 33 Kinder aussieht, die derzeit hier unterrichtet werden. Bürgermeister Engelbert Freudenschuß trifft sich am Mittwoch mit Verantwortlichen der Bildungsdirektion OÖ, in der man durchaus optimistisch ist, dass eine Lösung gefunden wird: „Zwangsweise muss niemand wo unterrichten.“ Die Bewerbungsfrist für die Jobs endete in der Nacht auf heute.
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