Torhüter Alexander Schlager hat auch im zweiten WM-Spiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft überzeugt. Der Salzburg-Goalie entschärfte beim 0:2 gegen Weltmeister Argentinien am Montag in Dallas einige brenzlige Situationen. Dazu blieb er beim frühen Elfmeter von Lionel Messi sehr lange stehen – und trug dazu bei, dass der Ausnahmekicker den Ball rechts neben das Tor setzte.
„Ich bin nur ein bisschen herumgezappelt und habe ihm gedeutet, wo ich hinspringen will“, schilderte Schlager die Szenen vor dem Strafstoß. Im ÖFB-Team habe man im Vorfeld einige Elfmeter analysiert. „Ich habe mich dann auf das verlassen, was das Gefühl sagt“, erklärte Schlager. Auch Messis langjähriger Rivale Cristiano Ronaldo hatte 2016 bei der EM gegen Österreich einen Elfmeter verschossen. Dieser war an die Stange gegangen, nachdem der Portugiese beim 0:0 aus dem Spiel heraus mehrmals am damaligen ÖFB-Goalie Robert Almer gescheitert war.
Sprechchöre für starken ÖFB-Goalie
Schlager zeigte auch einige starke Paraden – etwa als David Alaba dem einschussbereiten Messi den Ball weggespitzelt hatte (19.). Aus den Fansektoren der Österreicher waren daraufhin „Alex Schlager“-Sprechchöre zu hören. „Gassi“, wie der 30-Jährige ob seines schon vor dem Teenager-Alter abgelegten früheren Familiennamens Gastberger von seinen Kollegen genannt wird, hat seinen Status als Österreichs Nummer eins im Turnierverlauf gefestigt. Schon beim 3:1-Auftaktsieg gegen Jordanien war er beim Gegentreffer machtlos gewesen.
Bereits in der WM-Qualifikation hatte Teamchef Ralf Rangnick zumeist auf Schlager gesetzt. Vor Turnierstart durfte sich aber auch Patrick Pentz einige Zeit noch leise Hoffnungen machen. Dieser hatte Schlager bei der EM 2024 vertreten, die der Salzburger wegen einer Knieverletzung verpasst hatte – einer der bittersten Rückschläge seiner Karriere, in der er alle ÖFB-Nachwuchsauswahlen durchlaufen hat.
Im Gegensatz zu Ronaldo vor zehn Jahren gegen Almer überwand Messi Schlager nach seinem vergebenen Elfer noch zweimal. „Beim zweiten Tor waren wir ein bisschen blauäugig, haben ihnen ein bisschen zu viel Raum gegeben“, ärgerte sich der ÖFB-Goalie. Im abschließenden Gruppenspiel am Samstag (4.00 Uhr in der Nacht auf Sonntag MESZ) habe man den Aufstieg aber selbst in der Hand. Schlager: „Wir wissen, dass es in uns drinnen steckt.“ Mit einer Leistung wie gegen Argentinien werde man gegen Algerien punkten. „Und dann sind wir weiter.“
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