„Verordnung erfüllt“

Nahe Häusern gesichtet: Besenderter Wolf erlegt

Tirol
21.06.2026 19:18
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Nach mehreren Sichtungen eines Wolfs in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern im Bezirk Schwaz in Tirol ist das als Risikotier eingestufte Raubtier nun entnommen worden. Die Tiroler Landesregierung hebt die erst Anfang Juni erlassene Maßnahmenverordnung wieder auf.

Der Wolf war in den vergangenen Wochen wiederholt im Gemeindegebiet von Schlitters unterwegs. Anrainer dokumentierten die Begegnungen mit Fotos und Videos. Aufgrund der auffälligen Nähe zu Siedlungsgebieten hatte das Land Tirol am 2. Juni eine Maßnahmenverordnung erlassen.

Tier trug Senderhalsband
Am Sonntag wurde diese von der Jägerschaft vollzogen: Das Tier wurde erlegt. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt nun ein Detail: Der entnommene Wolf trug ein wissenschaftliches Senderhalsband eines italienischen Forschungsprojekts. Die zuständige Forschungseinrichtung wurde umgehend informiert.

Wie das Land Tirol betont, ermöglichen solche Halsbänder keine Echtzeit-Ortung. Die Daten werden zeitversetzt übermittelt und dienen der wissenschaftlichen Erforschung von Wanderbewegungen der Tiere.

Die Behörden appellieren weiterhin an die Bevölkerung, Sichtungen, Spuren oder andere Hinweise auf Wölfe und große Beutegreifer rasch zu melden. Besonders wertvoll für die Beurteilung seien Fotos und Videos. Meldungen können über das Sichtungsformular auf der Website des Landes Tirol oder direkt bei der Bezirkshauptmannschaft erfolgen.

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