Die Sorge in der Bevölkerung wächst: Nachdem ein Wolf mehrfach in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern im Tiroler Unterland gesichtet wurde, hat das Land nun einmal mehr reagiert und das als Risikowolf eingestufte Tier zum Abschuss freigegeben. Die Jägerschaft wurde bereits informiert.
Die Landesregierung zieht die Reißleine: Für den Risikowolf wurde am Dienstag eine Abschussverordnung für die Bezirke Schwaz und Kufstein erlassen. Die Maßnahme ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten und gilt bis einschließlich 27. Juli.
Beobachtungen durch Fotos und Videos dokumentiert
Auslöser für den drastischen Schritt waren wiederholte Sichtungen des Tieres im Gemeindegebiet von Schlitters (Bezirk Schwaz). Besonders brisant: Der Wolf hielt sich mehrfach in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern auf. Die Beobachtungen wurden durch Fotos und Videos dokumentiert und den Behörden gemeldet.
Das Land Tirol ruft die Bevölkerung gleichzeitig dazu auf, Sichtungen von Wölfen, Bären oder Luchsen möglichst rasch zu melden. Für die fachliche Beurteilung seien insbesondere Foto- und Videoaufnahmen von großer Bedeutung. Meldungen können über das Sichtungsformular des Landes Tirol oder direkt bei der zuständigen BH eingebracht werden.
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