Wundenlecken nach dem Holland-Debakel in Schweden. Das bittere 1:5 im zweiten WM-Gruppenspiel hat bei den Skandinaviern Spuren hinterlassen. Die Presse geht mit dem Team hart ins Gericht und von der Euphorie nach dem 5:1-Auftaktsieg gegen Tunesien ist auch im Team nichts mehr zu spüren.
„Es ist etwas völlig Neues für uns Schweden, uns so richtig zu blamieren, wenn die ganze Welt zuschaut. Es ist ein schreckliches Gefühl, zu erkennen, dass man unterlegen ist“, fasst „Aftonbladet“ das Leid der Schweden nach der bitteren Pleite gegen die Niederlande zusammen.
Auch andere Medien hauen in dieselbe Kerbe. Von einem „historischen Gemetzel“ ist dort etwa zu lesen. „Schweden wurde von den Niederlanden gedemütigt. Ein Albtraum am Mittsommertag“, schreibt „Expressen“. Die Gefühlswelt hat sich innerhalb weniger Tage komplett gewandelt.
„Einfach nicht gut genug“
Nach dem überzeugenden Auftaktsieg gegen die Tunesier (5:1) war am Samstag gegen die Niederlande nichts zu holen. Brian Brobbey und Cody Gakpo schnürten jeweils einen Doppelpack, Shootingstar Crysencio Summerville sorgte für den fünften Treffer der Holländer. Der schwedische Ehrentreffer von Anthony Elanga wurde zur Nebensache.
„Man findet nicht viele Worte. Natürlich ist es schwer, so zu verlieren. Wir erarbeiten uns viele Chancen, aber wir sind einfach nicht gut genug“, zeigt sich Offensivstar Viktor Gyökeres enttäuscht. Sein Teamkollege Victor Lindelöf ergänzt: „Wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde, aber fünf Gegentore zu kassieren ist nie gut. Wir werden aus diesem Spiel viel lernen.“ Mal sehen, wie man sich im letzten Gruppenspiel gegen Japan präsentiert.
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